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Das Kapital (W) Das Kapital - ballads & barricades /CD


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Das Kapital - ballads & barricades /CD
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Das Kapital - ballads & barricades /CD weiterempfehlen

Beschreibung Das Kapital - ballads & barricades /CD

Artikelnummer: W9025
Kontakt Label: Wizmar Records, Tel 03841 3035305 / Kontakt Booking: Tobias Schuster info(at)shoestring-jazz.de

1. Die CD Ballads & Barricades des Trios DAS KAPITAL ist soeben mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik im Bereich Jazz ausgezeichnet worden.
2. Konzerte 2012 (Stand 30.10.2011)
20.01.2012 Schorndorf / 21.01.2012 Leipzig / 22.01.2012 Essen / 8.+9.03.2012 Hamburg NDR / 27.03.2012 F-Grenoble / 28.03.2012 Krefeld / 29.03.2012 München / 30.03.2012 Schwäbisch Hall

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Zu 1. Einmal jährlich verleiht der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ bis zu 14 Jahrespreise aus verschiedenen Musikrichtungen für die besten Produktionen des zurückliegenden Jahres, die von einem juryübergreifenden Gremium ausgewählt werden. Die 12 Jahrespreise 2011 werden im Rahmen öffentlicher Konzertauftritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz an die Preisträger verliehen.


Laudatio zum Jahrespreis der Dt. Schallplattenkritik (Für die Jury: Ralf Dombrowski)
Das Kapital: Ballads & Barricades – Das Kapital plays Hanns Eisler (Wizmar Records, WIZ 9025),
Edward Perraud (Drums), Daniel Erdmann (Tenor Saxophone), Hasse Poulsen (Guitar)
"Hanns Eisler gehört zu den glücklosen Gestalten der Musikgeschichte. Nach stürmischen Weimarer Jahren wurde er verfolgt, vertrieben, dann sozialistisch vereinnahmt und letztlich bis heute in seiner Bedeutung als Komponist nicht immer mit dem nötigen Ernst gewürdigt. Das 2002 gegründete Trio „Das Kapital“ macht da die Ausnahme und das auf ungewöhnliche Weise. Denn der Saxofonist Daniel Erdmann, der Gitarrist Hasse Poulsen und der Schlagzeuger Edward Perraud nähern sich Eislers Musik aus der Perspektive schelmischer Bewunderung. Man hört ihnen an, dass sie die Stücke lieben, aber zugleich sind sie aufmerksam genug, um aus den Interpretationen keine Heldenverehrung werden zu lassen. Der Zugang ist rau und leidenschaftlich, Idyllen bröckeln, Klischees der Darstellung implodieren oder werden mit Hörgewohnheiten anderer Genres verschnitten. Mal ist es ein Hauch von Bossa Nova, mal eine Prise Blues, dann wieder der Schrei der improvisierenden Freiheit, der Stücken wie den „Moorsoldaten“, „An den deutschen Mond“ oder dem „Einheitsfrontlied“ das Biedermeierliche der Propaganda nimmt, um sie mit neuer Ernsthaftigkeit zu füllen. Die karge, aber virtuos agierende Besetzung tut ihr Übriges, um Eislers Musik ebenso porös wie provokant, ebenso fragil wie furios klingen zu lassen. So ist Ballads & Barricades ein Meisterstück künstlerischer Empathie, kantig, frech und mitreißend."

Konzert-KRITIK (Wolf Kampmann in Jazzthing, Ausgabe Juni - August 2010)
anlässlich des Auftritts auf der Jazzahead in Bremen, April 2010

"Und weil der Mensch ein Mensch ist...
Sie waren die Abräumer der jüngsten jazzahead! in Bremen. Das Kapital bestritt den Schlussakkord beim German Jazz Meeting. Aber diese 20 Minuten hatten es in sich. Saxofonist Daniel Erdmann, Gitarrist Hasse Poulsen und Drummer Edward Perraud spielten Eisler. Die Stücke stammten ausnahmslos von ihrer CD "Ballads & Barricades". Humoristisches mischte sich mit Kämpferischem. Die Leidenschaft, mit der das Trio die Vorlagen des deutschen Komponisten und Freundes von Bertolt Brecht und Ernst Busch umsetzte, riss selbst die saturiertesten Zuhörer aus den Sitzen. Obgleich die Stücke über ein halbes Jahrhundert alt sind, scheinen sie unmittelbar aus aktuellen Zwängen und Nöten geboren. Lieder wie die "Moorsoldaten" oder das "Solidaritätslied" klingen in der unüberhörbaren Bissigkeit dieser Interpretationen auch heute noch wie Kommentare zum politischen Zeitgeist. Das ist Jazz, der sich aus der neutralen Zone verabschiedet und in die Offensive geht. Das ist unverhohlener Protest gegen Finanzhegemonie und Afghanistaneinsatz. Davon blieb niemand unberührt. Die drei Musiker lassen alles raus, was sie bedrückt, aber weder live noch auf CD überziehen sie zu irgendeinem Zeitpunkt. Im Gegenteil, sie überzeugen restlos mit präzise kalibrierter Jazz-Energie, wie es sie seit Peter Brötzmanns Version des Einheitsfrontliedes im deutschen Jazz nicht mehr gab. Chapeau!"

Jazzzeitung: "Hans Eisler wurde von den Nazis verfolgt, von amerikanischen Antikommunisten vertrieben und später vom DDR-Kulturbetrieb in der eigenen Kreativität so weit zurechtgestutzt, so dass er heute den meisten nur als Urheber der relativ einfältigen DDR-Hymne bekannt ist. Dabei gehörte der Schönberg-Schüler zu den zentralen Gestalten einer musikalischen Moderne, in der sich gesellschaftlicher Idealismus als zentrale Triebkraft widerspiegelte.
"Das Kapital" macht all dies neu erfahrbar - und ruft vielleicht manchen Hörer auch wieder auf die Barrikaden hinauf. Besagtes deutsch-dänisch-französisches Trio schwingt sich auf seinem neuen Album zu dramaturgischen Geniestreichen auf und macht damit die Botschaft von nicht weniger als 15 von Eislers politischen Songs auch ohne gesungene Worte verständlich.
Mal vertrackt improvisierend, zuweilen latent rockig, dann wieder entwaffnend und intim führt das Spiel dieses Trios jenen Facettenreichtum vor, mit dem sich Eisler zwischen die Stühle sämtlicher Stilschubladen und kulturellen Milieus setzte.
Und jenseits aller flammenden politischen Pose verbreiten die Arrangements auch Momente von berührender Innerlichkeit. Zärtlich mutet die Saxophon-Linie im "Lied von den Moorsoldaten" an - bevor alles im Malstrom wütender Freejazz-Rebellion versinkt. Sowohl im "Einheitsfront"- als auch im "Solidaritätslied" formieren Daniel Erdmanns bohrende Saxophonfanfaren und Hasse Poulsens farbenreicher Gitarrensound einen vielstimmig aufmarschierenden Arbeiterchor. Dank bewusst "unsauberer" Intonation werden die wütenden Kehlen der Straße assoziierbar und nähren den Wunsch, angesichts heutiger zugespitzter gesellschaftlicher Wirklichkeiten in solche Gesänge sofort einzustimmen." (Jazzzeitung 1/2011)


Kundenmeinungen zu Das Kapital - ballads & barricades /CD

bewertet von
am 03.03.2011
"Ausgezeichnet!"
bewertet von Hans Markus G.
am 03.03.2011
"Ausgezeichnet!"

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