Kalender

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Der Ablauf in unterschiedlichen Kalendersystemen...


Für viele Menschen wäre ein Leben ohne Kalender undenkbar. Termine wie der Wellness Urlaub mit der besten Freundin, ein wichtiges Fußball Heimspiel oder die Einladung zur Hochzeit würden ohne das Notieren im Kalender in Vergessenheit geraten. Nicht immer war das Eintragen von Terminen im Kalender selbstverständlich- zunächst ging es darum, einen Zyklus von Tagen, Wochen und Monaten festzulegen. Die Geschichte von Kalendern und unterschiedlichen Systemen liegt bereits Jahrhunderte zurück. Zu den herausragendsten Leistungen der Maya zählt, dass sie schon sehr früh ein äußerst komplexes System zur Zeitmessung entwickelten. Es gab insgesamt drei Mayakalender. Auch wenn die Maya heute untereinander verfeindet sind, haben sich alle an den gleichen Kalendern orientiert. Die Entwicklung und Entstehung der Kalender geht mindestens auf das erste Jahrhundert vor Christus zurück. Ihr Rhythmus bestimmte jahrhundertelang den Alltag und die Mythologie der Maya. Einer der drei Kalender ist „Haab“, mit dem dem die Maya ein Sonnenjahr in 18 Monate mit jeweils 20 Tagen aufteilten. An das Ende setzten sie fünf namenlose Tage und kamen so insgesamt auf 365 Tage. Die Monate hatten Namen wie Sip, Sek, Wayeb oder Xul- Begriffe, die ähnlich wie unsere Monatsnamen keinen Bezug zu Ereignissen oder Zeiten haben. Den Monatsnamen wurde eine Zahl zwischen 0 und 19 vorangestellt, um die 20 Tage zu benennen. Die islamische Zeitrechnung ist in einigen islamischen Ländern neben dem gregorianischen Kalender vorwiegend für religiöse Zwecke in Gebrauch. Der islamische Kalender rechnet nach Mondmonaten und Mondjahren und ist ein reiner Mondkalender. Die Jahre werden seit dem Jahr der Hidschra gezählt. Die islamische Zeitrechnung beginnt mit dem 1. Muharram 1 AH, was dem Beginn des von der islamischen Tradition festgelegten Jahres der Hidschra , der Auswanderung des Propheten Mohammed aus Mekka entspricht. Die Monate des islamischen Kalenders wandern in etwa 32 Sonnenjahren durch das Sonnenjahr. Der Fastenmonat Ramadan kann deshalb in jeder Jahreszeit liegen. In einigen islamischen Ländern ist für religiöse Zwecke ausschließlich die Beobachtung des Mondes entscheidend. Der neue Monat beginnt dann, wenn die Mondsichel nach Neumond wieder sichtbar ist. Doch auch in Europa richten sich manche Leute nach dem Mond und machen den Zeitpunkt zum Haare schneiden oder den der Augenpflege oder Gesichtspflege vom Mond abhängig. Die Kenntnis regelmäßig stattfindender Tierwanderungen war bereits für die frühen Jägerkulturen wichtig. Der Mensch dürfte schon sehr früh ein Bewusstsein für jahreszeitlich und astronomisch sich wiederholende Ereignisse gehabt haben. Der Wechsel von Tag und Nacht gehörte genauso dazu wie die Mondphasen. Die ältesten, heute noch bekannten Kalender stammen aus den frühen Hochkulturen Ägyptens und Mesopotamiens. Bereits hier zeigen sich zwei Kalendertypen, die bis heute die meisten Kalendersysteme prägen: Der an den Mondphasen orientierte Mondkalender und der astronomische Kalender, der den Lauf der Himmelskörper widerspiegelt. Der siebentägige Wochenzyklus wurde spätestens von den Babyloniern entwickelt, der heute fast weltweit den Ablauf des Alltags regelt. In anderen Kalendern gab es ähnliche Zyklen- zwischen fünf und zehn Tagen. Nicht einfach zu lösen war die Anpassung von Wochen und Monatsfolgen an die feste Größe des astronomischen Jahres. So kam es zur Herausbildung verschiedener Kalendersysteme.