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Agrarwirtschaft – Leben auf dem Land


Ferien auf dem Bauernhof war bei vielen der große Traum der Kindheit und ist auch heute noch ein unvergessliches Erlebnis für Kinder und Eltern. Raus aus der Großstadt und rauf auf den nächstgelegenen Hof, der von nichts anderem umgeben ist, als weitläufigen Feldern und Wiesen. Kein Nachbar, der über die Hecke in den heimischen Garten linst und kein Verkehrslärm vor dem Schlafzimmerfenster. Hier kann man noch das gesunde Leben genießen und viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Doch der Beruf des Landwirts sollte natürlich nicht unterschätzt werden! Frühes Aufstehen und lange, anstrengende Arbeiten auf dem Hof sind in der Agrarwirtschaft an der Tagesordnung. Auch am Wochenende gibt es immer etwas zu tun. Landwirte beherbergen nicht nur Ihre Familie, sondern auch noch zahlreiche andere Bewohner des Bauernhofes. Kühe, Schweine, Hühner und Schafe gehören zu den klassischen Tieren, die in der Agrarwirtschaft gezüchtet und genährt werden müssen. Die Agrarwirtschaft lebt von der Herstellung pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse, die anschließend an verschiedene Fabriken verkauft und dort weiterverarbeitet werden. Vor allem die Nahrungsmittelproduktion ist abhängig von den landwirtschaftlichen Zulieferern. Eier, Fleisch, Milchprodukte und Getreide gehörten in unserer Gesellschaft schon immer zu den Produkten, die in fast keinem Haushalt fehlen. Auch unsere geliebten Woll-Pullover finden ihren Ursprung auf dem Rücken eines Schafes, denn auch die Kleidungsindustrie lebt zu einem großen Teil von Rohstoffen, die in der Agrarwirtschaft produziert werden. Aus Leder, Pelz und Wolle entstehen Schuhe und Mäntel, die wir dann später in der städtischen Einkaufszone ergattern können. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, benötigen die Landwirte natürlich eine große Fläche für den Anbau von Nutzpflanzen und der Haltung zahlreicher Tiere. Die großen Grundstücke werden oft von Generation zu Generation weitergegeben und bleiben so in der Hand einer Familie. Bereits vor ungefähr 12.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, begannen die Menschen mit dem systematischen Anbau verschiedener Produkte. Bis heute gehört der Beruf des Landwirts zu den ältesten Berufsbildern unserer Erde. Damals wie heute wurde das Wissen über den Umgang mit Tieren und Pflanzen, sowie die Weiterverarbeitung zu köstlichen Lebensmitteln innerhalb der Familie weitergegeben und so das Überleben der nächsten Generation gesichert. Heute kann man den Beruf des Landwirts auch professionell erlernen. Eine berufspraktische Ausbildung auf dem Bauernhof ist genau das Richtige für alle, die gerne körperlich Arbeiten, sich mit Vorliebe draußen an der frischen Luft aufhalten und Verantwortung für Tiere und Menschen übernehmen wollen. Seit geraumer Zeit findet man die Agrarwirtschaft auch an immer mehr Universitäten und Fachhochschulen mit einem ganz eigenen Lehrstuhl. Die Studenten werden während Ihres Studiums auf die Führung von landwirtschaftlichen Betrieben vorbereitet und haben außerdem Einblicke in ähnliche wirtschaftliche Bereiche. Zwischen theoretischem Büffeln der Fachbücher und anstrengenden Klausuren kommt das Praktische nicht zu kurz. Eine Fahrt auf dem hofeigenen Traktor mit Heckcontainer und das Melken der Kühe sind nur zwei Beispiele für aufregende Erlebnisse in der Agrarwirtschaft.