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Meine Tipps & Ideen für Balkonpflanzen und Gestaltung

Jedes Jahr streiche ich die Eisheiligen blau im Kalender an – blau, weil es hier zwischen Frühling und Sommer noch einmal richtig kalt werden kann. Aber wenn die Kalte Sophie und ihre frostigen Schwestern sich davongeschlichen haben, kann ich endlich meinen Balkon bepflanzen. Und der Tag, an dem ich die passenden Balkonpflanzen kaufen gehe, ist für mich wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.

Schöne Pflanzen, schöner Balkon

Schöne Pflanzen – schöner © Balkon Yulia Grigoryeva – – Standard License – shutterstock.com

Grün, bunt & alles andere als langweilig

Meine Oma pflanzt ja immer nur Geranien, und zwar ausschließlich die in Feuerwehrrot. Der Traum vom eigenen Dschungel kann aber auch etwas mehr Abwechslung vertragen. Verschiedene Pflanzengrößen, unterschiedliche Farben und eine bunte Mischung von Blumen, Obst und Gemüse kann aus dem kleinsten Raum ein Paradies machen:

 

  • Balkonpflanzen in Kästen lassen sich optimal am Balkongitter befestigen
  • Hängende Balkonpflanzen nutzen den Platz in Ecken und Dachüberständen
  • Balkonpflanzen im Kübel oder Topf füllen die Zwischenräume – außerdem eignen sie sich für mehrjährige Pflanzen wie kleine Bäume, Palmen oder Büsche, die besser drinnen überwintern
  • Je nach Halterung lassen sich rankende Balkonpflanzen auch an Gittern o.ä. drapieren, um kahle Wände zu begrünen
  • Höhere Balkonpflanzen wie Bambus, Buchsbaum oder Koniferen eignen sich als grüner Sichtschutz

 

Ist richtig viel Platz vorhanden, lässt sich sogar einen Balkonteich anlegen: Hier sorgen Pflanzen für das richtige Klima des Mini-Biotops. Und wer hat nicht schon einmal von Seerosen vor der eigenen Haustür geträumt?

Der Standort & die Sache mit dem grünen Daumen

Welche Pflanzen sich für den eigenen Balkon eignen, hängt zum einen von der Lage ab – und zum anderen von den eigenen Gärtnerqualitäten:

 

  • Sonnige Lage, z.B. Südbalkon: Nicht alle Balkonpflanzen mögen Sonne. Geeignet sind etwa robuste Geranien, Bidens, Zinnien, Portulakröschen, Husarenknöpfchen, Zauberglöckchen oder Petunien – aber auch sie brauchen eine ausreichende Wasserversorgung. Wer nicht ständig gießen will, sorgt am besten mit speziellen Wasserspeicherkästen und untergemischtem Geogranulat vor. Sonst empfehlen sich eher Kakteen und Gräser – die sind meistens pflegeleicht.
  • Halbschattiger Standort, z.B. Ost-Westbalkon: Diese Lage ist für Pflanzen ideal und es kann auch schon mal ein Tag ohne Gießen vergehen. Hier gedeihen eigentlich alle Pflanzen; besonders eignen sich etwa Ziertabak, Tagetes, Männertreu, Leberbalsam und die Fächerblume.
  • Schattenlage, d.h. Nordbalkon: Fuchsien und Hortensien fühlen sich hier besonders wohl. Außerdem schätzen Fleißige Lieschen und Begonien den kühleren Standplatz im Schatten. Übrigens: Weiße Gefäße hellen dunkle Ecken auf und sorgen für mehr Licht.
  • Auch Nutzpflanzen passen auf den Balkon, wenn genug Sonne vorhanden ist: Gemüse wie Auberginen, Erbsen oder Tomaten lassen sich ebenso pflanzen wie Erdbeeren oder Zitronenbäumchen.

Das Gartenjahr für Balkone

Wann pflanzt und pflegt man was? Diese Übersicht kann einen kleinen Einblick ins rundum spannende Balkonjahr verschaffen:

 

  • März/April: Töpfe und Kästen säubern und vorbereiten; auch frostunempfindliche Pflanzen können jetzt schon gesetzt werden. Außerdem lassen sich auf dem Fensterbrett jetzt erste Keimpflanzen aus Samen vorziehen.
  • Mai: Nach den Eisheiligen dürfen auch endlich frostempfindliche Blumen gepflanzt werden.
  • Juni/Juli: Jetzt herrscht eineingeschränkte Gartenfreude! Wichtig ist regelmäßiges Gießen und Entfernen trockener Blüten, außerdem sollte von Zeit zu Zeit gedüngt werden.
  • August: Bei Balkonobst und -gemüse ist jetzt Erntezeit.
  • September/Oktober: Nach der goldenen Herbstzeit können vertrocknete, einjährige Pflanzen zurückgeschnitten werden. Mehrjährige, nicht winterharte Pflanzen sollten vorm ersten Frost ins Winterquartier überführt werden – kühle Wintergärten oder Gewächshäuser sind hier ideal.
  • November: Jetzt wird der Balkon winterfest. Bei mehrjährigen Pflanzen, die draußen überwintern können, sollten die empfindlichen Wurzeln gegen den Frost geschützt werden (z.B. indem man den Topf auf eine Styroporplatte stellt und den Kübel selbst mit Vlies umwickelt). Fichtenzweige eignen sich ebenfalls zum Schutz der Pflanzen vor Kälte.
  • Dezember/Januar/Februar: Winterpause! Frostharte, immergrüne Pflanzen sorgen für einen kleinen Lichtblick in der dunklen Jahreszeit.

Ein kleiner Tipp für faule Gartengenießer

Damit der Besuch in der Gärtnerei oder im Baumarkt nicht in Schlepperei ausartet, lassen sich Kästen, Töpfe, Gestelle, Blumenerde und Pflanztisch bequem online bestellen. Auch wenn man selbst Pflanzen vorziehen will – zum Beispiel Tomaten oder Chilis – wird man in Webshops fündig. Genießen ist die neue Faulheit!

 

Und weil auch die Deko nicht zu kurz kommen soll, gibt es hier noch schnell ein paar hübsche DIY-Tricks:

 

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Zur Schule wollte sie nur, um endlich Schreiben zu lernen – und im Content-Bereich hat die gelernte Buchhändlerin endlich Leidenschaft und Berufung in einem gefunden. Im April 2015 veröffentlichte sie außerdem ihren ersten Roman „Druckstaueffekt – Soundcheck: Berlin“; derzeit arbeitet sie fleißig am Nachfolger. In ihrer Freizeit macht sie Berliner Tanzflächen (und Grünanlagen) unsicher, pflegt ihre Balkonpflanzen und genießt das Leben pur. Sabine in drei Worten? Text, Books, Rock’n’Roll!

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