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In der Rakuten Themenwelt alles über Kaffee erfahren

Die Rakuten Themenwelt „Kaffee“

Gibt es etwas Besseres als den Duft einer frisch aufgebrühten Tasse Kaffee? Zumindest nicht viel. Darum widmen wir vom Rakuten Magazin dem ewigen Kultgetränk eine eigene Themenwelt. Rund um den Kaffee gibt es nämlich eine Menge zu wissen – zu allererst seine Geschichte!

Kleine Kaffee-Geschichte

So lange wie Bier und Wein steht der Kaffee zwar noch nicht auf der Speisekarte der Menschheit, alt ist seine Geschichte aber allemal: Seit etwa 1.000 Jahren wird Kaffee getrunken – mittlerweile auf vielfältige Weise und (fast) auf der ganzen Welt.

 

Der Ursprung des Kaffees liegt in Afrika. Wo genau, ist nicht ganz klar: Klassischerweise gilt die Provinz Kaffa, ein Hochland im Südwesten von Äthiopien, als Wiege des Kaffees. Doch nach neueren archäologischen Funden kommt auch der Tschad als Herkunftsort in Frage. Was feststeht, ist die geographische Breite des Herkunftsgebiets des Kaffees in Afrika: Es liegt im sog. „Kaffeegürtel“ zwischen 20° nördlicher und 20° südlicher Breite.

Auch auf die Frage, wer genau den Kaffee entdeckt hat, lässt sich keine genaue Antwort geben. Dafür liegt der Ursprung des Getränks einfach schon zu lange zurück. Es gibt nur Legenden, wie der Mensch zum Kaffeegenuss gekommen ist.

 

In einer Geschichte beobachtete ein Hirte in Kaffa, wie seine Ziegen von den Früchten eines Baums aßen und danach putzmunter waren. Als sich das Ereignis wiederholte, probierte der Hirte selbst und konnte ebenfalls eine anregende Wirkung feststellen. Daraufhin soll er die Kaffeefrüchte seinem Imam gebracht haben – der Islam hatte sich damals schon bis nach Äthiopien ausgebreitet.

 

Laut einer anderen Geschichte fand ein in die Wüste Verbannter nichts anderes als Kaffeekirschen zu essen. Er sicherte damit sein Überleben und brachte die Früchte dann mit zurück in die Zivilisation. Ob eine der beiden Geschichten wahr ist? Wir werden es wohl nie erfahren. Immerhin deuten beide an, dass die Entdeckung des Kaffees Zufall war.

Die Geschichte des Kaffees beginnt in Äthiopien

Äthiopischer Kaffee bei Rakuten

Kaffee-Tee und Kaffee-Falafel

Das, was wir heute als „einen Kaffee“ bezeichnen, wurde freilich erst später entwickelt. In der Frühphase machte man nämlich aus Kaffee Tee: Man kochte die Blätter der Kaffeepflanze mit Wasser auf und trankt das Extrakt. Von dort tastete man sich langsam zur Bohne vor, wobei man sie zunächst zusammen mit dem Fruchtfleisch der Kaffeekirsche zerstieß und dann mit Fett, Mehl und Wasser vermischte. Aus diesem Brei formte man dann Kugeln zum Frittieren.

 

Dieses „Kaffee-Falafel“ wurde gerne von den Derwischen gegessen, asketisch lebenden Mitgliedern einer bestimmten islamischen Ordensgemeinschaft, die versuchten durch lange ekstatische Tänze mit Allah in Kontakt zu treten. Der Grund für ihre Kaffeeliebe ist naheliegend: Das Koffein hielt sie wach und fit. Die Derwische, auch „Sufi“ genannt, sollen auch als erste Kaffeebohnen zerstoßen und mit Wasser aufgekocht haben. Allerdings rösteten sie die Bohnen davor nicht.

Zu Beginn seiner Geschichte wurde der Kaffee noch nicht geröstet
Der Kaffee hat in Äthiopien eine lange Tradition - schließlich begann seine Geschichte dort

Kaffee hieß früher Mokka

Nachdem der Kaffee in Afrika entdeckt worden war, wurde seine Geschichte im Jemen fortgeschrieben. Der Jemen hatte sich zu dieser Zeit – wir schreiben das 12. Jahrhundert – bereits zu einem bedeutenden Warenumschlagsplatz entwickelt und jemenitische Händler suchten nach neuen Handelsmöglichkeiten. Da kam ihnen der Kaffee gerade recht, auf den sie in Äthiopien gestoßen waren.

 

Das wirtschaftliche Denken war damals bei den jemenitischen Händlern schon soweit ausgeprägt, dass sie bald dazu übergingen, auch vor ihrer Haustür im Jemen selbst Kaffee anzubauen. Das verkürzte die Wege und erhöhte zudem die Erntemengen. Gehandelt wurde der Kaffee letztlich über den Hafen der am roten Meer liegenden Stadt Mokka (Mocha). Daher wurde „Mokka“ zum Synonym für Kaffee.

 

Anfangs verkaufte man keine Bohnen, sondern die getrockneten Schalen der Kaffeekirschen, die zur Erzeugung eines Trunks aufgebrüht worden. Der nächste Schritt auf dem Weg zum klassischen Kaffee war dann, die frischen Bohnen zu zerkleinern und sie mit Kardamom und Zucker aufzukochen. Er danach kam man auf die Idee, die Bohnen vor dem Mörsern zu rösten, was sowohl den Geschmack als auch die Wirkung des Getränks verstärkte.

Raus aus Arabien

Die Türken lieb(t)en Kaffee

Das neue Bohnengetränk fand vor allem im Osmanischen Reich reißenden Absatz. Das Handelsmonopol auf Kaffee behielten allerdings zunächst weiterhin die Araber. Sie sicherten es, indem sie verhinderten, dass Kaffeepflanzen oder -setzlinge in Ausland gelangten. Dafür bewachten sie die Plantagen und übergossen die frisch geernteten Bohnen mit heißem Wasser, um ihre Keimfähigkeit zu minimieren.

 

Mit der Zeit kamen auch die Europäer auf den Kaffeegeschmack, deren Position im internationalen Handel durch die neu entstehenden Kolonien immer stärker wurde. Als ersten gelang es schließlich Mitte des 17. Jahrhunderts den Niederländern, in den Besitz von Kaffeepflanzen aus dem Jemen zu kommen. Fortan konnten sie auf Sri Lanka (damals „Ceylon“) und auf Java selbst Kaffee anbauen („Java“ oder „Java-Bohne“ ist noch heute ein Synonym für Arabica-Kaffee).

 

Als die Kaffeepflanze erstmal „in der Welt“ war, begannen viele europäische Nationen in ihren Kolonien Kaffee anzubauen, zum Beispiel die Franzosen ab 1723 auf der Karibik-Insel Martinique, die Engländer ab 1840 in Indien und die Portugiesen in Brasilien. Letzteres entwickelte sich bis zum Jahr 1900 zum weltgrößten Kaffeeproduzenten mit einem damaligen Anteil von 75% an der Gesamtproduktion – Brasilien ist bis heute der Top-Produzent geblieben.

Seine Geschichte führte den Kaffee von Arabien in die Türkei

Der Kaffee erobert die Welt

Zunächst war der Kaffee in Europa alles andere als ein Mainstream-Trunk. Die Bohnen kamen von weit her und waren entsprechend teuer, sodass ihre Verwendung zu Genuss- und Heilzwecken (!) – Kaffee wurde anfangs in Apotheken verkauft – dem Adel und der Oberschicht vorbehalten blieb. Doch das Bürgertum ließ sich den Schneid nicht abkaufen und so sickerte der Kaffee langsam nach unten durch und die Geschichte des Kaffees konnte sich volksnäher fortsetzen.

 

Ab Mitte des 17. Jahrhundert entstanden die ersten Kaffeehäuser: 1647 in Venedig, 1650 in Oxford und 1685 in Wien. Dabei begeisterte der Kaffee die Europäer mit derselben Eigenschaft, die schon die Derwische an den frittierten Kaffeekugeln so geschätzt hatten: seine stimulierende Wirkung. Klar, dass er schon damals gerne morgens getrunken wurde und schnell die bis dato üblichen Frühstücksgetränke Biersuppe und Weinmix verdrängte.

Noch mehr schwarzes Gold für dich!

Die Geschichte des Kaffees ist natürlich längst noch nicht abgeschlossen, sondern wird ständig weitergesponnen mit immer neuen Kreationen und Trends. Der Rakuten Marktplatz freut sich, mit einem breiten Angebot an Kaffee und Kaffee-Utensilien Teil dieser Geschichte zu sein. Schau doch mal vorbei und lass dich inspirieren! Oder lies im Magazin weiter und erlange mehr Wissen für deinen perfekten Kaffee zu Hause!

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