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Das Indoor-Klettergerüst für Kinderzimmer

Als Kind war ich ein guter Junge. Zumindest könnte man das sagen, wenn man sämtlichen Gender-Vorurteilen entsprechen wollte. Jedenfalls war ich ein Mädchen, das wahnsinnig gern BMX fuhr, sich im Dreck suhlte und auf alles kletterte, was halbwegs niet- und nagelfest war. Den elterlichen Segen für Bäume, Mauern und Spielplatzgeräte hatte ich dabei. Die heimische Couchlandschaft samt Schrankwand war als Klettergelände aber strengstens verboten – auch an Regentagen. Hier wäre die ideale Lösung für ein Affenkind wie mich ein Indoor-Klettergerüst für Kinderzimmer gewesen.

Glückliche Kinder im Klettegerüst (c) Air Images - shutterstock.com

Glückliche Kinder im Klettegerüst (c) Air Images – shutterstock.com

Woraus besteht ein Indoor-Klettergerüst für Kinderzimmer?

Kinder betrachten die Welt aus ihrer eigenen Perspektive. Was für einen bestimmten Zweck geeignet ist, benutzen sie oft ganz anders… oder kurz gesagt:  möglich sind:

 

  • „Feuerwehrrutschstangen“ oder Klettertaue
  • Stufenleitern oder Sprossenwände
  • Strickleitern oder Wackelbrücken
  • Kletterwände mit Klettersteinen
  • Spielhäuser mit Turm
  • Klettergerüst aus Steckelementen
  • Rutsche vom Hochbett oder der (breiten) Fensterbank

 

… ergänzen lässt sich das Klettergerüst durch Ringe, Schaukeln – oder auch durch eine Klimmzugstange für Papa.

 

In meiner Kindheit hätten meine Eltern wohl viele Baumärkte abklappern müssen, um entsprechende Bauteile zusammenzubekommen. Heute lassen sich alle Komponenten für das Klettergerüst ganz bequem auch online erwerben. Ganz nach Wunsch, Bauplan und Größe des Kinderzimmers können die Komponenten als separates Kletterelement oder in Kombination als richtige Kletterlandschaft aufgebaut werden.

Auch kleine Kinder haben schon Spaß an einem Indoor-Klettergerüst für Kinderzimmer (c) ESOlex - shutterstock.com

Auch kleine Kinder haben schon Spaß an einem Indoor-Klettergerüst für Kinderzimmer (c) ESOlex – shutterstock.com

Indoor-Klettergerüst für Kinderzimmer selber bauen

Wenn man selber Hand anlegen will oder einen geschickten Heimwerker im Freundeskreis hat, sind der Phantasie noch weniger Grenzen gesetzt. So stellt der stolze Papa und leidenschaftliche Do-it-yourself-Handwerker auf seinem Blog „Papa redet mit“ eine tolle Bauanleitung für ein Klettergerüst aus einem gefällten Baum vor. Das macht nicht nur den Kleinen Spaß, sondern sieht sogar aus wie ein Design-Kunstwerk.

Die Boulderwand: Eine tolle Klettergerüstalternative

Wer nicht genug Platz für ein ganzes Kletetrgerüst hat, kann auch einfach eine leere Wand als Alternative zum Indoor-Klettergerüst im Kinderzimmer nutzen: Diese lässt sich nämlich ganz einfach zu einer sogenannten „Boulder-“ oder Climbing-Spielwiese umbauen. Alles, was du dafür brauchst, ist Folgendes:

 

  • mindestens 2 Quadratmeter freie Wandfläche
  • entsprechend große Holzpaneele zur Besfestigung der Griffe; z.B. OSB-Platten mit 22mm Stärke (zusammengesetzte Einzelplatten sind möglich)
  • Kanthölzer zur Befestigung der Paneele an der Wand
  • geeignete Dübel und Schrauben zur Befestigung der Kanthölzer bzw. zur Befestigung der Paneele
  • ca. 8 für Kinder geeignete Griff- bzw. Trittsteine pro Quadratmeter
  • Einschlagmuttern zur Befestigung der Griffe bzw. Tritte
  • Stichsäge, Akkuschrauber oder Bohrmaschine, Hobel oder Schmiergelpapier, Hammer und Zollstock

 

Anschließend werden zuerst die Kanthölzer an der ausgewählten Wandfläche befestigt. Anschließend wird die Holzplatte dort mit Löchern versehen, wo später die Griffsteine platziert werden sollen. Wichtig, dass alle Holzbestandteile sorgfältig abgeschmirgelt und geglättet sind: So können Kinder sich beim Klettern später keine Splitter einziehen. Wer es bunt mag, kann die Wand jetzt außerdem in der Lieblingsfarbe der kleinen Kletterer anstreichen, Fingerfarben zum Einsatz kommen lassen oder ein cooles Motiv aufsprayen. Dann können endlich die Griffsteine angebracht werden. Zuletzt werden die fertig gestalteten Elemente an den Kanthölzern befestigt – und los geht geht das Klettervergnügen!

 

Wie Aufbau und Konstruktion im Detail funktionieren, zeigt dieses Video – das Modell für Erwachsene lässt sich mit entsprechenden angepassten Größen und Abständen der Griffsteine auch für Kinder adaptieren:

Der Aufwand lohnt sich – schau mal, wie leichtfüßig und konzentriert dieses kleine Mädchen seine Kletterwand nutzt:

Sicherheitshinweise für das Klettergerüst im Kinderzimmer

Ob fertig gekauft, zusammengesetzt oder selbst gebastelt: Bei allen Elementen und Aufbauten kann die Kletterfreude erst beginnen, wenn für die Sicherheit gesorgt ist.

 

  • Sind alle Teile stabil, sicher und der Belastung entsprechend (nach Anleitung) befestigt?
  • Sind alle Elemente so befestigt, dass es keine Quetschgefahr durch bewegliche Teile gibt?
  • Besteht Absturzgefahr? Gefahrstellen beseitigen (z.B. Fenstergriffe sichern/abschrauben) und/oder Untergrund mit Turn- oder Gummimatten polstern.

 

Dann viel Spaß, liebe Kletterkinder!

 

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Zur Schule wollte sie nur, um endlich Schreiben zu lernen – und im Content-Bereich hat die gelernte Buchhändlerin endlich Leidenschaft und Berufung in einem gefunden. Im April 2015 veröffentlichte sie außerdem ihren ersten Roman „Druckstaueffekt – Soundcheck: Berlin“; derzeit arbeitet sie fleißig am Nachfolger. In ihrer Freizeit macht sie Berliner Tanzflächen (und Grünanlagen) unsicher, pflegt ihre Balkonpflanzen und genießt das Leben pur. Sabine in drei Worten? Text, Books, Rock’n’Roll!

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