Home / Feste & Feiertage  / Welt-Blut-Spendetag: Wie spenden?

Welt-Blut-Spendetag: Wie spenden?

Am 14. Juni ist Blutspendetag! Im Jahr 2004 wurde er zum ersten Mal ausgerufen – und zwar anlässlich des Geburtstages von Karl Landsteiner. Denn der ist der offizielle Entdecker der Blutgruppen. Doch beim Weltblutspendetag geht es um viel mehr als Gedenken: Hier geht es um sicheres Blut aus freiwilligen und unentgeltlichen Spenden. Dafür sorgen weltweit die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, die Internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin und die Internationale Föderation der Blutspendeorganisationen – und alle freiwilligen Blutspender.

 

Denn in Laboren können Wissenschaftler fast alles nachbauen, doch künstliches Blut herzustellen ist bis heute nicht möglich. Denn jede Zelle und jeder Bestandteil des Blutes hat seine eigene komplexe Funktion, vom Sauerstofftransport über Krankheitsabwehr bis zum Wärmetransport. Für alle, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit ihrem Blut Leben retten wollen und noch viele Fragen haben, kommen hier die passenden Antworten.

3 Fragen und Antworten zum Blutspenden

Sind Blutspenden ungesund?
Nein: Blutspenden retten Leben und schaden dem Spender nicht, da die gespendeten 500 Milliliter Blut vom Körper wieder nachgebildet werden. Zwischen den einzelnen Spenden sollten aber mindestens 56 Tage liegen. Einzelne Blutbestandteile wie Blutplasma oder Thrombozyten können nach vorheriger ärztlicher Absprache dagegen theoretisch wöchentlich gespendet werden.

Weltblutspendetag

Welt-Blut-Spendetag: Wie spenden? © Nevena Barberic – Standard License – shutterstock.com

Wie oft kann ich Blutspenden?

Männer können bis zu sechs Mal im Jahr Blut spenden – Frauen bis zu vier Mal. Vorausgesetzt, der Spender oder die Spenderin

 

  • wiegt mindestens 50 Kilo
  • ist zwischen 18-72 Jahre alt
  • bei der Erstspende nicht älter als 64 Jahre

 

Wie bereite ich mich auf die Blutspende vor?

Bei der klassischen Vollblutspende sollte vorher eine gute Mahlzeit eingenommen und ausreichend getrunken werden. Das beugt Kreislaufbeschwerden vor. Alkohol und Drogen sind natürlich tabu. Dasselbe gilt auch für sportliche Aktivitäten – vor und nach der Blutspende. Trotzdem sollte man sich fit und gesund fühlen: Infektionen und Erkältungen sollten ebenso nicht vorhanden sein wie schwerwiegende Vorerkrankungen (z.B. Krebs oder Tuberkulose).

Wofür werden meine Blutspenden eingesetzt?

Blut ist durch nichts zu ersetzen: Die beste medizinische Versorgung allein kann bei schweren Verletzungen und lebensbedrohlichen Krankheiten nichts ausrichten. Tatsächlich liegt der steigende Bedarf an Blutspenden vor allem am medizinischen Fortschritt. Moderne Ärzte können immer mehr tun, damit ihre Patienten versorgt werden und überleben – und dafür brauchen sie immer mehr Blutkonserven. Denn viele

 

  • Verletzungen mit großem Blutverlust
  • Operationen
  • Transplantationen
  • Behandlungen von bösartigen Tumoren

 

sind nur mithilfe von Transfusionen möglich. Statistisch werden die meisten Blutkonserven für die Behandlung von Krebspatienten verwendet; danach folgen Herzpatienten, Magen- und Darmkrankheiten und erst dann Sport- und Verkehrsunfälle. Bei einem schweren Verkehrsunfall können teilweise bis zu 10 Blutkonserven nötig sein, um das Überleben des Opfers zu sichern. Sogar bei Geburten können Blutkonserven lebensnotwendig sein.

Ein Leben – eine Blutspende

Statistisch gesehen benötigt fast jeder Bundesbürger einmal in seinem Leben eine Transfusion. In den Sommermonaten – also in der Urlaubszeit – sinkt die Zahl der Spenden allerdings alljährlich bedrohlich ab. Trotz Sicherheitsreserven können die Vorräte also knapp werden: ein guter Grund, um den Blutspendetag am 14. Juni nicht nur als Gedenktag zu feiern.

 

Follow & like:
Beitrag drucken

<p>Zur Schule wollte sie nur, um endlich Schreiben zu lernen – und im Content-Bereich hat die gelernte Buchhändlerin endlich Leidenschaft und Berufung in einem gefunden. Im April 2015 veröffentlichte sie außerdem ihren ersten Roman „Druckstaueffekt – Soundcheck: Berlin“; derzeit arbeitet sie fleißig am Nachfolger. In ihrer Freizeit macht sie Berliner Tanzflächen (und Grünanlagen) unsicher, pflegt ihre Balkonpflanzen und genießt das Leben pur. Sabine in drei Worten? Text, Books, Rock’n’Roll!</p>

Review overview
NO COMMENTS

POST A COMMENT

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial