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Das 1. Mal – Pizza selber machen

Das 1. Mal ist immer besonders aufregend, auch beim Pizza selber machen © Maksim Denisenko - shutterstock.com

Das 1. Mal ist immer besonders aufregend, auch beim Pizza selber machen © Maksim Denisenko – shutterstock.com

Pizza selber machen – So gelingt der Teig ganz leicht

Ich ich ein großer Pizza-Fan: Mindestens einmal die Woche werde ich bei der Pizzeria in meiner Straße gesichtet, wo es einen Holzofen und eine tadellose Pizza gibt. Man kennt mich dort schon und begrüßt mich einfach mit: „Napoli?“

 

„Si, si!“, antworte ich jedes Mal, denn ich habe einen ganz klaren Favoriten auf der Speisekarte: „Pizza Napoli“ – die mit den magischen drei Zutaten: Sardellen, Kapern und Oliven.

 

Schon lange hatte ich vor, auch einmal zu Hause Pizza selber zu machen – und damit meine ich nicht: Teig aus der Kühltheke kaufen, ausrollen und belegen. Nein, ich meine: Eine Pizza wirklich selber machen, auch den Teig! Jetzt habe ich es endlich ausprobiert.

Etwas tricky: gute Pizza selber machen – Die Anleitung

Ich gebe zu, ich hatte einigen Respekt vor dieser Aufgabe, denn eine gute Pizza selber zu machen, sollte gar nicht so leicht sein. Das liegt zum einen am Pizzateig: Jede Pizzeria macht ihn anders und viele nicht besonders gut. So einfach kann seine Zubereitung also nicht sein. Und tatsächlich sollen Rezepte für guten Pizzateig echte Schätze sein: Mir ist schon ein paar Mal zu Ohren gekommen, dass für sie Beträge von vielen tausend Euro geboten werden.

 

Zum anderen ist da der Steinofen, den eine ordentliche Pizzeria hat und man selbst nicht. Beim traditionellen Pizzabacken spielt er eine tragende Rolle. Er wird mit Holz befeuert und zwischen 400° und 500° heiß, sodass die Pizza keine fünf Minuten gebacken werden muss.

 

Dazu kommt der Steinboden des Ofens: Er nimmt Feuchtigkeit vom Teig auf und lässt Luft heran, auch das ein Vorteil. Und schließlich verleihen die brennenden Holzscheite der Pizza auch noch leichte Raucharomen. Der Backprozess im Holzofen ist damit perfekt für Pizzen geeignet – beim Pizza selber machen im heimischen Elektroherd, der es nur auf gut 250° bringt, ist man also etwas im Nachteil.

 

Trotz der Handikaps beim Equipment: Ich wollte es versuchen, eine wirklich leckere Pizza selber zu machen. Tiefkühlpizzen habe ich dabei nicht als Konkurrenz betrachtet, Pizzen vom Lieferdienst hingegen schon. Also los – die Slide-Show zeigt dir, was ich gemacht habe:

 

Das Ergebnis

Wie ist meine erste komplett selber gemachte Pizza denn nun geworden? Diese Frage stellte ich mir natürlich auch, als ich sie aus dem Ofen holen konnte.

 

Nach diesem Ergebnis bin ich sicher: Ich werde bald wieder Pizza selber machen.

Nach diesem Ergebnis bin ich sicher: Ich werde bald wieder Pizza selber machen.

Optisch war ich schon mal zufrieden: Bis auf die paar Stellen, an denen ich den Rand umgeschlagen hatte, gab es äußerlich nichts auszusetzen. Und der Geschmack? Auch in dieser Hinsicht werte ich mein Debüt als Pizzabäcker als vollen Erfolg:

 

Meine Self-made-Napoli schlug die Pizzen vom Lieferservice um Längen – und das, obwohl ich weder echten Büffelmozzarella verwendet habe, noch Delikatess-Oliven. Allein von den Zutaten her war also noch Luft nach oben.

Pizza selber machen – lohnt sich das?

Bleibt die Frage nach dem Aufwand sowie nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Lohnt es sich, Pizza selberzumachen? Darauf kann ich nur mit „Jain“ antworten. Dieses Original-Rezept ist keine Angelegenheit für Zwischendurch: Wenn ich plötzlich hungrig bin und Lust auf Pizza habe, werde ich sicher auch weiterhin in meine Stammpizzeria gehen.

 

Doch am Wochenende, wenn man etwas Zeit hat, sieht die Sache anders aus: Der Teig ist schnell am Vormittag gemacht und kann den Tag über gehen. Abends ist die Pizza dann ruck, zuck gemacht: Einfach den Ofen vorheizen und währenddessen den Teig ausrollen und belegen. In höchstens 20 Minuten ist man damit fertig und 10 Minuten später kann man essen.

 

Preislich steht man mit selbstgemachter Pizza übrigens viel besser da, als wenn man in der Pizzeria isst – vor allem, wenn mehrere Personen Lust auf die italienische Spezialität haben. Denn Zutaten braucht man nicht viele und teuer sind sie auch nicht. Gerade für Fußballabende oder andere Anlässe, bei denen die Gäste ihr Essen nicht zur gleichen Zeit auf dem Teller haben müssen, lohnt sich Pizza selber machen also extrem.

 

Ich bin übrigens voll auf den Geschmack gekommen und habe mir direkt im Anschluss an mein Experiment einen Pizzastein bestellt. Angeblich soll man damit noch bessere Backergebnisse erzielen. Ich werde das testen. Und wenn ich irgendwann auch das Teigjonglieren drauf habe, kommt der eigene Holzofen!

 

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Er ist gebürtiger und überzeugter Kölner. Trotzdem hat er den Geißbock Ende 2015 freigelassen und ist nach Berlin gezogen. In seiner Freizeit dilettiert er auf verschieden Gebieten: Literatur, Fotografie und asiatische Kampfkünste. Irgendwann wird er das alles hinschmeißen und als Life-Coach über den Balkan reisen.

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