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Food-Bloggerin Katharina Flick: „Herzhaft oder süß ist Launensache“

Die Co-Gründerin des Flavour Magazins, Katharina Flick © Jules Villbrandt

Die Co-Gründerin des Flavour Magazins, Katharina Flick © Jules Villbrandt

Beim Flavour Magazin dreht sich (fast) alles ums Essen und Trinken: Einzelne Lebensmittel werden unter die Lupe genommen („Food Mood“), es gibt Berichte über Bars, Restaurants und andere Food-Orte sowie einen „Kitchen-Talk“ mit Menschen verschiedenster Couleur – beispielsweise mit der Fernsehköchin Felicitas Then.

 

Wir haben mit der 32-jährigen Chefredakteurin Katharina Flick, die das Flavour Magazin im Jahr 2013 zusammen mit der Fotografin Katja Zimmermann gegründet hat, über ihre Projekte und Lieblingsspeisen gesprochen und ihr passend zur kommenden Adventszeit auch noch ein leckeres Keksrezept entlockt.

 

 

Katharina, wie bist du zum Bloggen über Food gekommen?

 

Ich arbeite seit sechs Jahren im Bereich Journalismus und Content in Berlin, habe schon immer gerne gekocht, mich viel mit Essen & Ernährung beschäftigt. Ich hatte auch schon länger die Idee zu einem besonderen Food Magazin im Kopf und 2013 habe ich diese dann mit Katja umgesetzt.

 

Was sind weitere Projekte von dir?

 

Seit etwa zwei Jahren habe ich mich auf den Bereich Food spezialisiert. Ich bin Genuss-Expertin für Wanted.de, erstelle Food Videos für Lecker, Rezepte für das hej-Magazin von IKEA, mache Food & Set-Styling für große Marken wie Grundig oder Ramazzotti und schreibe über meine kulinarischen Reisen für verschiedene Magazine wie Myself oder Luna. Ich mache also das Rund-Um-Paket: Schreiben, Essen, Rezepte erstellen, Storylines für Videos und vor der Kamera stehen. Und das macht mir auch den größten Spaß: die Abwechslung, die mir das Thema Food bietet.

 

Gehörst du einer bestimmten Ess-Ideologie an: Vegetarierin? Veganerin? Low-Carb-Fan?

 

Nein, ich finde es spannender, darauf zu schauen, wo Essen herkommt. Nachhaltigkeit ist mir da wichtig: Gemüse saisonal, regional und auf dem Markt kaufen, Fleisch aus der Metzgerei, Fisch vom Fischladen – alles Orte, bei denen ich nachvollziehen kann, wo mein Essen herkommt.

 

Where the magic happens: Katharinas Herd © Jules Villbrandt

Where the magic happens: Katharinas Herd © Jules Villbrandt

Isst du lieber herzhaft oder süß?

 

Hm, das ist bei mir eher eine Launensache. Ich liebe es zu kochen, finde aber seit einem Jahr auch immer mehr Gefallen am Backen. Wenn ich wählen muss, würde ich aber herzhaft sagen (lacht).

 

Hast du eine Lieblingsküche?

 

Ich liebe Pasta in allen Variationen, ob asiatisch oder italienisch. Am besten schmeckt es ist mir aber, wenn mit Liebe gekocht wird.

 

Welche Gerichte willst du dieses Jahr in der Adventszeit zum ersten Mal kochen?

 

Ich koche ständig Dinge zum ersten Mal, da ich entweder meine Reste bunt zusammenwürfele und schaue, was dabei herauskommt, oder ein Kunde sich bestimmte Zutaten für ein Rezept wünscht. Letzte Woche war das zum Beispiel Rosenkohl mit Balsamico und Honig im Ofen geschmort, dazu knusprige Schinkenwürfel, getrocknete Aprikosen und Ziegenkäse. Ist sehr lecker geworden und mir auch wichtig: Man sollte möglichst wenig Essen wegschmeißen. Dann lieber kreativ werden und mutig was zusammenwürfeln. Denn wenn man gute Sachen kombiniert, kann eigentlich nicht viel schiefgehen!

 

Gab es bei euch zu Hause an den Weihnachtstagen immer bestimmte Gerichte?

 

Wir hatten eigentlich nie ein traditionelles Weihnachtsgericht, das hat immer mal wieder gewechselt. Aber wir haben immer mit meiner Mutter Kekse gebacken. Als ich älter wurde, kamen manchmal auch meine Freundinnen hinzu. Das mag ich bis heute gerne: Gemeinsam kochen oder backen, schon mal eine Flasche Prosecco öffnen und danach gemeinsam alles wegnaschen.

 

Wie oft werden dir Küchenutensilien geschenkt?

Ich bekomme manchmal für bestimmte Rezepte Küchenutensilien zur Verfügung gestellt, die ich dafür benötige und die darin auftauchen sollen. Ansonsten richte ich meine Küche aber lieber selber ein. Besonders wichtig ist dabei schönes Geschirr zum Fotografieren. Das führt dazu, dass ich einen ganzen Schrank mit tollen, einzelnen Tellern habe (lacht).

 

Hast du ein besonders leckeres Plätzchenrezept, das du unseren Lesern verraten kannst?

 

Dieses Jahr Katharinas Favorit auf dem Weihnachtsteller: Schokoplätzchen © Katharina Flick

Dieses Jahr Katharinas Favorit auf dem Weihnachtsteller: Schokoplätzchen © Katharina Flick

Ich liebe Schokoladenplätzchen. In diesem Jahr habe ich ein tolles Rezept für ein paar richtig dunkle Schokoladenplätzchen mit Lebkuchengewürz! Man braucht dafür:

 

 

Und so geht’s:

 

  1. Zunächst Zucker, Vanillezucker, Salz und Margarine schaumig schlagen.
  2. Dann Mehl, Backpulver, Kakao, Schokotropfen und Spekulatiusgewürz hinzugeben.
  3. Alles gut verkneten und mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Oberfläche dick ausrollen.
  4. Nun kleine Herzen ausstechen und auf ein Backblech geben.
  5. Die Herzen 13-15 Minuten bei 180 Grad backen.
  6. Danach gut auskühlen lassen und mit goldener und roter Zuckerschrift dicke Punkte in die Mitte setzen.
  7. Fertig!

 

Vielen Dank für das Interview und auch dir viel Spaß beim Backen!

 

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Er ist gebürtiger und überzeugter Kölner. Trotzdem hat er den Geißbock Ende 2015 freigelassen und ist nach Berlin gezogen. In seiner Freizeit dilettiert er auf verschieden Gebieten: Literatur, Fotografie und asiatische Kampfkünste. Irgendwann wird er das alles hinschmeißen und als Life-Coach über den Balkan reisen.

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