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Schlank durch die Weihnachtszeit

Auch für Santa eine Challenge: Schlank durch die Weihnachtszeit kommen © Lucky Business

Auch für Santa eine Challenge: Schlank durch die Weihnachtszeit kommen © Lucky Business

Im Büro stehen überall Plätzchenteller herum, auf dem Weihnachtsmarkt schiebt man sich mit den gebrannten Mandeln in der Hand vom Reibekuchenstand zur Glühweinhütte und an Heiligabend kommt zwischen Kürbiscremesuppe und Apfelstrudel ein Gänsebraten auf den Tisch: Ohne einen Masterplan wird es schwer, schlank durch die Weihnachtszeit zu kommen.

 

Gut, dass so ein Masterplan in diesem Fall keine Atomphysik-Kenntnisse erfordert:

Im Rhythmus bleiben

„Da heute Abend ein Festessen ansteht, esse ich den Tag über lieber so wenig wie möglich – so komme ich am Ende des Tages auf meine normale Kalorienzahl.“ Dieser Gedanke ist so clever wie gefährlich. Denn wer den ganzen Tag gefastet hat, hat abends einen Bärenhunger und das Gefühl: „Jetzt darf ich ja!“

 

Das hat drei Nachteile:

 

  1. Ein klassisches Festessen ist fetter als es die „eingesparten“ Mahlzeiten, die man ausgelassen hat, gewesen wären. Ob man durch Hungern am Tag und Spachteln am Abend wirklich weniger Kalorien zu sich nimmt, sei also dahingestellt.
  2. Außerdem ist es nicht sonderlich gesund, große Mengen auf einmal zu essen – noch dazu abends, relativ kurz vor dem zu Bett gehen.
  3. Zudem weitet sich der Magen durch das abendliche Gelage und man wacht morgens wieder mit einem Mordshunger auf.

 

Unsere erste Empfehlung, um schlank durch die Weihnachtszeit zu kommen, lautet also: den Tag über normal essen und sich abends etwas zurückhalten. Vor allem den Griff zum Brotkorb vor dem Essen sollte man sich verkneifen, denn Weißbrot regt den Appetit zusätzlich an.

Das Beste zuerst

Manche Leute – ich gehöre auch dazu – neigen dazu, das Beste auf dem Teller zum Schluss zu essen. Das bedeutet zwar gesteigerte Vorfreude, ist in Hinblick auf die Figur aber nicht das klügste Verhalten. Denn so schaufelt man erst mal jede Menge füllende Beilagen in sich hinein, obwohl die einem vielleicht eigentlich gar nicht so gut schmecken wie das eigentliche Highlight des Essens.

 

Eine Hausnummer: So eine Portion Gänsebraten mit Beilagen bringt es auf über 1.000 Kalorien © Alexander Raths - shutterstock.com

Eine Hausnummer: So eine Portion Gänsebraten mit Beilagen bringt es auf über 1.000 Kalorien © Alexander Raths – shutterstock.com

 

Für das Vorhaben „Schlank durch die Weihnachtszeit“ empfiehlt sich daher das Gegenteil: Man sollte die Filetstücke zuerst essen und die Beilagen als das betrachten, was sie sind: Zugaben zur Sättigung. Ist das Stück Fleisch oder der Fisch weggeputzt, ist es keine Pflicht, auch den Rest der Beilagen aufzuessen. Auf die sicher zu erwartende Nachfrage: „Hat es dir nicht geschmeckt?“, kann man wahrheitsgemäß antworten: „Doch, sehr gut. Aber ich möchte noch Platz für den Nachtisch lassen.“ Oder noch besser: Man bittet schon beim Auftun um eine kleinere Portion.

Nicht nachnehmen, sondern genießen

Das Sättigungsgefühl tritt erst nach ca. 15 Minuten ein. Diese Verzögerung ist vor allem beim reichhaltigen Weihnachtsessen ein Problem, wenn die lecker duftenden Schüsseln und Platten auf dem Tisch stehen und auf die zweite Runde warten. Hier braucht man zugegebenermaßen etwas Disziplin, um auf die zweite Portion zu verzichten. Der Lohn: Man fühlt sich nach dem Essen weniger vollgestopft und hat ein paar hundert überflüssige Kalorien eingespart.

 

Übrigens: Es ist es nur halb so schwer auf die zweite Portion zu verzichten, wenn man die erste langsam und besonders bewusst genießt. Schlank durch die Weihnachtszeit zu kommen, heißt also nicht, komplett auf etwas zu verzichten – das sorgt höchstens für spätere Heißhungerattacken. Wie so oft im Leben ist der Schlüssel vielmehr das richtige Maß.

Kalorienärmer kochen und backen

Wer in der Weihnachtszeit selber kocht, kann selbst bestimmen, was auf den Tisch kommt. In Hinblick auf die Linie sind Fischgerichte tendenziell besser als die Weihnachtsklassiker mit Fleisch: Sie enthalten weniger und auch gesündere Fette und werden oft mit leichteren Saucen und Beilagen serviert.

 

Wer selber backt, ist Herr über die Zutaten und kann Kalorien einsparen © FlavoredPixels - shutterstock.com

Wer selber backt, ist Herr über die Zutaten und kann Kalorien einsparen © FlavoredPixels – shutterstock.com

 

Auch beim Selberbacken lassen sich einige Kalorien sparen – zum Beispiel, indem man einen Teil der Butter im Teig durch Halbfettmargarine ersetzt oder auf die Schokoglasur verzichtet. Auf einem Weihnachtsteller machen sich außerdem nicht nur Plätzchen und Schokolade gut, sondern auch Obst, Trockenobst und Nüsse: Letztere sind zwar nicht unbedingt kalorienärmer als Gebäck, dafür sind ihre Fette aber sehr gesund und ihr Eiweißanteil ist sehr hoch.

Weniger Alkohol trinken

Einen Gutteil der weihnachtlichen Zusatzkalorien liefert der Alkohol, der an den Festtagen oft reichlich fließt. Bier beispielsweise liefert 40-50 Kalorien pro 100 ml – zum Vergleich: Das ist der Bereich von Cola (43 kcal/100ml). Bei Wein wird dieser Wert noch einmal fast verdoppelt: Ein Glas mit 100ml Rotwein hat über 80 Kalorien.

 

In der Weihnachtszeit wird traditionell viel getrunken - schlecht für die Figur © Monkey Business Images - shutterstock.com

In der Weihnachtszeit wird traditionell viel getrunken – schlecht für die Figur © Monkey Business Images – shutterstock.com

 

Doch nicht nur die Zusatzkalorien vom Alkohol sorgen für Pfunde: Es ist auch die Kombination mit fettigen Speisen. Dem Körper stehen nämlich die Kalorien, die der Alkohol liefert, am schnellsten als Energie zur Verfügung. Das heißt, wer bei einem Essen Alkohol trinkt, deckt seinen aktuellen Kalorienbedarf zuerst aus den Alkohol-Kalorien. Erst wenn diese verbraucht sind, wird die Energie aus den verzehrten Kohlenhydraten bezogen, danach aus den Eiweißen und erst dann aus dem verspeisten Fett.

 

Soweit kommt es aber nicht, weil gar nicht so viel Energie benötigt wird. Die Folge: Der Körper legt aus der überschüssigen Energie Fettreserven an und zwar am effektivsten aus dem Fett im Essen. Zu fettigen Gerichten wie Gänsebraten ein paar Gläser Wein oder Flaschen Bier zu trinken, macht es also schwer, schlank durch die Weihnachtszeit zu kommen.

 

Wer auf den Geschmack von Bier trotzdem nicht verzichten will, findet bei alkoholfreiem Bier oder einem Radler mit Light Limonade eine kalorienärmere Alternative bei (fast) gleichem Geschmack. Weinliebhaber müssen sich hingegen wohl oder übel etwas bescheiden.

Kalorien verbrennen

In der Theorie ist es einfach: Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, nimmt zu. Wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, nimmt ab. Und wer genau so viele Kalorien zu sich nimmt, wie er verbraucht, hält sein Gewicht. An diesem Gesetz führt kein noch so ausgeklügelter Diätplan vorbei.

 

Mit viel Bewegung kommt man garantiert schlank durch die Weihnachtszeit © Dirima - shutterstock.com

Mit viel Bewegung kommt man garantiert schlank durch die Weihnachtszeit © Dirima – shutterstock.com

 

Wer also schlank durch die Weihnachtszeit mit all ihren Kalorienbomben kommen will, hat zwei Möglichkeiten:

 

  1. die Kalorien der Versuchungen reduzieren bzw. weniger davon essen (s.o.)
  2. so viele Kalorien mehr verbrauchen wie zusätzlich gegessen werden. Heißt auf Deutsch: Sich mehr als sonst bewegen!

 

Dafür noch ein Tipp: Will man durch Sport die körpereigenen Fettreserven verringern, darf man dem Körper vorher keine leichter verfügbare Energie zuführen. Nicht nur in der Zeit der Weihnachtsfeiertage empfiehlt es sich darum für Abnehmwillige, Sport direkt nach dem Aufstehen zu machen. Besonders gut eignen sich mäßig anstrengende Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren – optimalerweise länger als eine halbe Stunde bei einer mittelschnellen Herzfrequenz ausgeübt.

Alltagstaugliche Tricks

Und hier noch ein paar Tricks, die du nicht nur anwenden kannst, um schlank durch die Weihnachtszeit zu kommen, sondern auch den Rest des Jahres:

Kekse in Dose in Schrank

Gelegenheit macht Keks-Diebe! Stehen die Süßigkeit immer griffbereit, kann man nur schwer widerstehen. Also ab in eine Dose damit und ab mit der Dose in den Schrank. So gilt nämlich ein anderes Sprichwort: Aus den Augen, aus dem Sinn! Noch effektiver schränkt man sich selbst ein, indem man Süßigkeiten erst gar nicht kauft.

Schlafen

Das ist unser Ernst: Wer schläft, isst nicht und hat auch keinen Hunger, verbraucht aber Kalorien und baut Fettreserven ab, um daraus neue Zellen zu bilden. Außerdem hat man weniger Hunger, wenn man ausgeschlafen ist.

Heizung runter

Ist dem Körper (etwas) zu kalt, sorgt er selbst dafür, dass ihm warm wird und das verbrennt Kalorien. In der kalten Weihnachtszeit sollte die Zimmertemperatur also nicht mollige 24°C oder mehr betragen, sondern ein paar Grad weniger. Nachts kann die Temperatur im Schlafzimmer ruhig bei 16-18°C liegen. Ist das zu kalt, empfiehlt sich erst mal eine zweite Decke, bevor man die Heizung hochdreht.

Wasser trinken

Den kalorienfressenden Selbstwärmeeffekt des Körpers kann man sich auch zu Nutze machen, indem man kaltes Wasser trinkt. Das kühlt den Körper nämlich runter und er muss sich in der Folge wieder erwärmen. Wer auf Heißgetränke wie Tee und Kaffee nicht verzichten will, lässt hier den Zucker weg. Auch Säfte enthalten viel Zucker: Viel mehr als ein Glas am Tag ist gerade in der Weihnachtszeit nicht ratsam.

 

 

Du hast deine eigenen Kniffe, damit aus dem Weihnachtsschmaus kein Hüftgold wird? Teile sie doch mit den anderen Lesern in den Kommentaren!

 

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Er ist gebürtiger und überzeugter Kölner. Trotzdem hat er den Geißbock Ende 2015 freigelassen und ist nach Berlin gezogen. In seiner Freizeit dilettiert er auf verschieden Gebieten: Literatur, Fotografie und asiatische Kampfkünste. Irgendwann wird er das alles hinschmeißen und als Life-Coach über den Balkan reisen.

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