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Schick und sicher Fahrrad fahren – Eine sinnvolle Kombination

mountain bike

Wer gerne auf Radreisen geht und gleichzeitig auch den Nervenkitzel von Outdoor-Abenteuern liebt, sollte zwei Aspekte mit in sein gedankliches Reisegepäck nehmen: das Bedürfnis nach Sicherheit und eine gehörige Portion Sinn für Komfort.

 

Trekking- und Mountainbiker wollen mit Ihrem Bike nicht nur durch die heimische Stadt fahren, sondern die Schönheit der Umgebung fernab des urbanen Raumes erleben. Die Aspekte Sport und Dynamik stehen hier eindeutig im Vordergrund, ihrer Lenker greifen gerne zu Trekkingrädern, die Sportlichkeit und Fahrkomfort in sich vereinen.

 

mountain bikeFür den eher gediegenen Zeitgenossen, der mehr Wert auf Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit legt und gerne gemütlich und bequem mit dem Fahrrad durch die Gegend radelt, ist dagegen beispielsweise ein Hollandrad eher geeignet, das vor allem auf leichte Handhabbarkeit und Komfort Wert legt und auf komplexe Gangschaltungen und technisches Allerlei verzichtet.

 

Beiden Fahrradtypen und ihren Fahrern gemein ist eine Orientierung auf Zuverlässigkeit und Sicherheit, jenseits von technischem Schnickschnack oder ästhetischem Design den eigentlichen (Ur-)Sinn zu erfüllen: Den Fahrer möglichst ungefährlich und ungefährdet von A nach B zu transportieren – das aber möglichst komfortabel und mit Stil.

 

Dabei empfiehlt sich eine Palette an Sicherheitsausstattung, die teilweise gesetzlich vorgeschrieben, teilweise dringend von Experten und Sachverständigen empfohlen wird. Schick durch die Gegen cruisen ist nur die eine Seite der Medaille, was sieht der Gesetzgeber an verbindlichen Regelungen vor, was ist erlaubt und was nicht?

Sicherheit zuerst

Die Verkehrswacht listet auf ihrer Übersichtsseite all die Vorgaben an ein verkehrssicheres Fahrrad auf, die der Gesetzgeber vorgeschrieben hat.

 

• zwei voneinander unabhängige Bremsen (für Kinder möglichst Hand- und Rücktrittbremse)
• Klingel
• Lampe (vorne)
• weißer Reflektor (vorne)
• Rücklicht mit Reflektor
• roter Reflektor (hinten)
• vier gelbe Speichen-Reflektoren (Katzenaugen) oder reflektierende weiße Streifen an den Reifen oder in den Speichen
• rutschfeste und festverschraubte Pedalen, ausgestattet mit je zwei Pedalreflektoren

 

Fahren nicht nur mit Augenmaß – die StVO fährt mit

 

Wie das Statistische Bundesamt ausweist, sind über 80 Prozent der deutschen Haushalte mit dem Fahrrad unterwegs, leider ist an jedem siebten Verkehrsunfall in Deutschland ein Fahrradfahrer beteiligt. Daher hat der Gesetzgeber in seiner Straßenverkehrsordnung für das Fahrrad (StVO), Grundlegendes zur Erhöhung der eigenen Sicherheit wie der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer geregelt.

 

Vielfach ist dem Einzelnen jedoch nicht bewusst, dass er sich an die geltenden Vorschriften zu halten hat, andernfalls droht ein Bußgeld oder Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg, die von Rad auf Auto übertragbar sind: So kann ein Autofahrer parallel beim Fahrradfahren so viele Punkte einstreichen, dass ihm die Fahrerlaubnis entzogen werden kann.
Zu den gröbsten Vergehen zählen dabei das

 

• Nicht-Einhalten des Sicherheitsabstands zum Fahrbahnrand von etwa 75 bis 80 cm
• Missachten des Rechtsfahrgebotes
• nebeneinanderher fahren (mit Ausnahmen)
• Nicht-Nutzen eines als Fahrradweg gekennzeichneten Radweges
• zu schnelle Befahren eines Fußweges
• Mangelnde lichttechnische Ausstattung des Rades gemäß Paragraph 67 der StVZO (Straßenverkehrszulassung)
• Fehlen von Scheinwerfer und Schlussleuchte (Paragraph 1 StVZO)
(Quelle: bussgeldrechner.org)

 

Die einzelnen Bußen liegen durchschnittlich zwischen 15 und 30 Euro, bei höheren Vergehen, welche die Verkehrssicherheit gefährden (beispielsweise Verletzen eines Fußgängers im Fußgängerbereich) können höhere Strafgelder eingefordert werden, bei Bußen über 40 Euro wird überdies ein Punkt im Zentralverkehrsregister in Flensburg fällig.

 

Fahren ohne Helm und Handy am Lenker?

 

Zu den häufigsten Fragen gehören der Umgang mit Fahrradhelm, Handy und Alkohol am Steuer. Wie der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) zu der lang anhaltenden, teilweise hitzig geführten Diskussion bemerkt, haben zahlreiche Studien ergeben, dass die positiven Gesundheitseffekte des Radfahrens, auch ohne Helm, die Gesundheitsgefährdung durch Verletzungen bei weitem ausgleichen.

 

Daher hatte der Gesetzgeber hierzulande beschlossen, auf eine gesetzliche Regelung, deren größte Auswirkung eine Verminderung des Radfahrens bedeuten würde, zu verzichten.

 

Die Studien hatten einen drastischen Rückgang an Fahrradfahrern bei einer Einführung einer generellen Helmpflicht – auf Vorerfahrungen beruhend – prognostiziert. Dessen ungeachtet wird immer wieder das Tragen eines Fahrradhelmes von behördlicher Seite aber auch von Experten und Herstellern von Fahrradartikel-Zubehör dringend empfohlen.

 

So stellen einige Übersichtsseiten über Fahrradhelme zusammenfassend fest, dass auch die meisten Hersteller mittlerweile ihr Sortiment an Fahrradhelmen nicht nur für Kinder, sondern auch Erwachsene kontinuierlich ausgeweitet haben und ihren BMX-Helm, MTB-Helm oder Rennrad-Helm mittlerweile in zahlreichen unterschiedlichen Designs anbieten.

 

Einen Fahrradhelm zu tragen bietet denn nicht nur ein Höchstmaß an Sicherheit, sondern wird in heutiger Zeit zunehmend als schick empfunden, wie eine Umfrage ergeben hat. Dabei bewegen sich die Preise mittlerweile auch in einem bescheidenen, für jedermann erschwinglichen Rahmen. So tragen die Hersteller von Fahrradzubehör auch ein Stück weit dazu bei, dem sich verändernden Konsumverhalten und Sicherheitsbedürfnis ihrer Klientel entgegenzukommen.

 

Ihnen tragen auch Fachhandel wie Online-Marktplätze mit Preisnachlässen und Schnäppchenbestellungen in ausreichendem Maße Rechnung, bei denen Rabatte angeboten und selbst etwa noch beim Bestellvorgang Gutschein-Codes gleich miteingelöst werden können.

 

Nach Auswahl des Wunschartikels kann einfach auf ein auftauchendes Gutscheinfeld mit geklickt werden, bevor der Käufer dann zum entsprechenden Anbieter weitergeleitet wird. Dabei öffnet sich ein weiteres Fenster mit dem Gutscheincode, der dann kopiert und gleich mit in den Warenkorb gelegt werden kann, bevor abschließend der Bestellprozess eingeleitet wird. Andere Anbieter wiederum gewähren das Sammeln von Superpunkten und Gutscheine, wenn sich der Betreffende vor dem Weg zur Kasse als Neukunde registriert und ein entsprechendes Kundenkonto anmeldet.

 

fahrrad und handyAller Preisaktionen, einem breiten Angebot für jeden Geldbeutel und Empfehlungen von Verkehrsexperten zum Trotz, weisen aktuelle Studien darauf hin, dass sich immer noch viele Radfahrer gegen das Tragen der oft lebensrettenden Accessoires entscheiden. Dabei kann ein Fahrradhelm seinen Nutzer vor schwerwiegenden bis tödlichen Folgen eines Unfalls bewahren – zumal sich der Tragekomfort in den letzten Jahren nicht zuletzt auf Grund geringen Eigenwichts und ergonomisch ausgefeilter Form wesentlich verbessert hat.

 

Alles andere als optimal ist gleichsam die nach wie vor verbreitete Unkenntnis darüber, dass Handynutzung am Lenker bei weitem kein Kavaliersdelikt darstellt und entsprechend geahndet wird.

 

Die Welt bestätigt in einem Artikel über Fahrrad-Verkehrsregeln, dass viele Radfahrer nicht einmal die gängigsten Regeln, geschweige denn den Bußgeldkatalog für Verkehrssünden am Lenker kennen und fasst die wichtigsten Verkehrsregeln noch einmal zusammen, nach denen unter anderem das Telefonieren am Lenker grundsätzlich verboten, Musikhören bei gemäßigter Lautstärke dagegen erlaubt ist. Wer mit einem Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung am Lenker erwischt wird, riskiert ein 25 Euro-Bußgeld.

 

Verboten ist ferner das

• Überfahren einer roten Ampel (bis zu 100 Euro oder Punkte)
• Schnelle Befahren von Fußgängerzonen und Gehwegen (ab 10 Euro aufwärts)
• Befahren der linken Fahrbahnseite
• Fahren in Gegenrichtung (15 Euro)
• Befahren von Einbahnstraßen, wenn nicht offiziell für Radler frei gegeben (10 Euro)

 

 

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