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Home-Office einrichten – 10 Tipps

Home-Office einrichten

Mit unseren Tipps zum Einrichten des Home-Office steht dem Erfolg nichts mehr im Wege © Pushish Images – shutterstock.com

Das Einrichten eines Home-Office kann das Arbeitsleben deutlich angenehmer machen: Wer nicht jeden Tag ins Büro fahren muss, spart Zeit und kann seine Tage flexibler gestalten – die Work-Life-Balance verbessert sich, das Stress-Level sinkt. Dazu reduziert Heimarbeit Kosten sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite.

 

Aber das Einrichten und die Nutzung eines Home-Office haben auch Nachteile:

 

  • Viele potenzielle Ablenkungen
  • Mangelnder Kontakt zu Kollegen
  • Geringere Arbeitsmotivation
  • Schlechtes Image in der Berufswelt
  • Vermischung von Arbeit und Freizeit

Das Mindset muss stimmen

Damit die Nachteile die Vorteile des Home-Office nicht überwiegen, muss man ein paar Dinge berücksichtigen. So braucht man das richtige Mindset, wenn man erfolgreich ab und zu oder dauerhaft zu Hause arbeiten will. Sprich: Man muss die richtige Einstellung zur Arbeit zu Hause entwickeln.

 

Dabei ist die wichtigste Tugend Selbstdisziplin. Denn im Home-Office gilt es, sich selbst zu motivieren, sich auf die Arbeit zu fokussieren und sie strikt vom Privatleben zu trennen. Außerdem muss der Kontakt zu den Kollegen aktiv gesucht werden – im Zweifel mittels moderner Kommunikationstechnik. Schließlich will man auch dem Chef und den Kollegen gegenüber selbstbewusst auftreten können und ihnen klarmachen, dass „zu Hause arbeiten“ nicht „weniger arbeiten“ bedeutet.

Das Home-Office richtig einrichten hilft

Bei all diesen Herausforderungen hilft das richtige Einrichten des Home-Office. Mit diesen 10 Tipps wird die Heimarbeit zum vollen Erfolg:

1. Das Home-Office von der Wohnung separieren

Wer kein separates Zimmer für das Home-Office zur Verfügung hat, kann mit einem Regal einen Arbeitsbereich abteilen.

Wer kein separates Zimmer für das Home-Office zur Verfügung hat, kann mit einem Regal einen Arbeitsbereich abteilen.

Ein Home-Office ist ein Büro innerhalb der Wohnung und macht nicht die ganze Wohnung zum Büro. Nur wer innerhalb seiner Wohnung klar einen Arbeitsbereich absteckt, kann diesen bewusst betreten und verlassen – eine Voraussetzung für effektives Umschalten zwischen Arbeit und Freizeit.

 

Der Optimalfall ist also, sich ein separates Arbeitszimmer einzurichten, dessen Tür man auch mal schließen kann, wenn man Ruhe braucht. Wer diese Möglichkeit nicht hat, muss improvisieren und das Home-Office besonders geschickt einrichten.

 

Einen Arbeitsbereich kann man zum Beispiel mit einem als Raumteiler genutzten Regal von der restlichen Wohnung abtrennen. Auch mit Vorhängen oder bestimmten Deko-Elementen kann man das Büro separieren. Eine weitere Möglichkeit: einen Eckschreibtisch so stellen, dass man um ihn herumgehen muss, um sich dahinter zu setzen. Auch ein „Mäuerchen“ aus Pflanzentöpfen schafft eine Grenze – und sorgt dazu gleich für eine angenehme Begrünung des Home-Office.

2. Für Ruhe sorgen

Für konzentriertes Arbeiten ist nichts wichtiger als Ruhe – das Arbeitszimmer sollte also nicht gerade zu einer Hauptstraße hin liegen. Je nachdem, wie viel Betrieb tagsüber in der Wohnung ist, muss man auch dort für Ruhe sorgen, beispielsweise indem man Gardinen aufhängt.

 

Auch ein dicker Teppich sowie mit Stoff bezogene Möbel brechen Schallwellen effektiv. Hat man einen Parkett- oder Fliesenboden, verhindern Filzgleiter unter den Stühlen unnötigen Lärm. Und auch bei den Haushaltsgeräten lässt sich Lärm verringern, etwa mit einer leisen Spülmaschine (Pegel unter 50 dB).

3. Hochwertige Ausstattung kaufen

Ein höhenverstellbarer Tisch schont den Rücken bei der Arbeit im Home-Office.

Ein höhenverstellbarer Tisch schont den Rücken bei der Arbeit im Home-Office.

Das Home-Office ist ihr Arbeitsplatz. Und dieser sollte auch professionell ausgestattet sein. Denn zum einen halten hochwertige Gerätschaften länger, was auf lange Sicht wieder Kosten spart. Zum anderen geht es an die Nerven, wenn ein oft benutztes Gerät wie der Drucker oder die Tastatur nicht einwandfrei funktioniert.

 

Bei Kommunikations-Equipment (Headset, Kamera, Telefon usw.) macht es dazu beim Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung einen schlechten Eindruck, wenn es ständig ruckelt oder krächzt. Und auch der Körper freut sich über hochwertige Geräte: Langes Sitzen am Schreibtisch verlangt nach einem guten Stuhl und im Idealfall nach einem höhenverstellbaren Tisch; ein guter Bildschirm verhindert außerdem, dass die Augen schnell ermüden.

4. Eine Alternative zum Schreibtisch schaffen

An einem Tag im Büro geht man immer mal wieder in die Kaffeeküche oder ins Zimmer eines Kollegen. Zu Hause hat man diese Möglichkeit nicht. Dabei ist es wichtig, sich ab und an vom Schreibtisch zu lösen – einmal, um den Kreislauf etwas in Schwung zu bringen, einmal, weil Ortswechsel sich positiv auf die Kreativität auswirken.

 

Es ist also wichtig, das Home-Office mit einer Alternative zum Schreibtisch einzurichten. Wie die aussieht – Sessel, Kissenecke oder anderes – ist dabei zweitrangig. Wer auf ein Sofa oder eine Liege setzt, kann aber zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn er hat dann auch gleich den perfekten Ort für einen Power-Nap geschaffen. Sich mittags Nackenkissen und Decke schnappen und für eine halbe Stunde zu dösen, steigert nämlich nachweislich die Effizienz.

5. Deko sparsam, aber gezielt einsetzen

Deko macht Räume schöner, keine Frage. Doch während man sich im Rest der Wohnung gestalterisch austoben kann, empfiehlt es sich, das Home-Office mit funktionaler Deko einzurichten. So sollte diese keine Ablenkung schaffen – wie ein Aktbild, das man ständig angucken will, oder eine optische Täuschung, die man ständig angucken muss. Auch Sehnsuchtsmotive wie ein karibischer Traumstand sind nicht die beste Wahl.

 

Optimal für die Home-Office-Deko eignen sich daher Kunstdrucke von bekannten Kunstwerken, an die das Auge schon gewöhnt ist. Auch unverfängliche Tier-Motive, Stadtansichten oder andere dezente Wanddeko passen gut zu einem Arbeitsplatz. Wer positiv-entspannend auf seine Stimmung einwirken will, kann eine Fototapete mit Waldmotiv einsetzen.

 

Bei der Deko des Home-Office empfehlen sich Motive und Formen, die Ruhe und Motivation spenden – wie diese Fototapete.

Bei der Deko des Home-Office empfehlen sich Motive und Formen, die Ruhe und Motivation spenden – wie diese Fototapete.

6. Für Licht und Luft sorgen

Ohne Ruhe keine Konzentration, ohne Licht und Sauerstoff keine Energie! Das perfekte Home-Office hat also große Fenster zu einem begrünten Hinterhof hin. Das fast perfekte Home-Office muss tricksen und wird mit Tageslichtlampen eingerichtet. Für die tägliche Extra-Dosis Licht und Luft sorgt dazu ein Mittags-Spaziergang.

7. Pflanzen hinstellen

Zimmerpflanzen sind beim Einrichten des Home-Office unentbehrlich, denn sie lockern eine sterile Umgebung auf und erfrischen das Auge. Auf dem Schreibtisch, wo man ihn immer im Blick hat, wirkt ein Bonsai besonders elegant. Wer es besonders farbenfroh mag, setzt stattdessen auf eine Vase mit frischen Schnittblumen.

8. Ordnung schaffen

Clevere Ordnungssysteme kann man auf unterschiedliche Weisen nutzen – ein Muss beim Einrichten des Home-Office.

Clevere Ordnungssysteme kann man auf unterschiedliche Weisen nutzen – ein Muss beim Einrichten des Home-Office.

Ordnung ist mehr als das halbe Arbeitsleben, vor allem im Home-Office. Das Angebot an Hilfsmitteln ist dabei grenzenlos – was gut ist, denn so muss man beim Einrichten nicht mehr auf graue Pappordner und scheppernde Metall-Schubladen-Systeme setzen.

 

Stattdessen kann man praktische Funktionen mit schönen Formen und jeder Menge Farben verbinden. Das fängt an bei bunten Schachteln, geht weiter mit beschreibbaren Magnettafeln, an die ein Wandregal-System angeheftet werden kann, und endet bei Leder- oder Bambus-Briefablagen.

9. Musik einsetzen

Viele Menschen arbeiten besser und lieber, wenn sie Musik bei der Arbeit hören. Natürlich ist Musik Geschmackssache, doch bei der Auswahl gilt es zu bedenken, dass Musik Stimmungen beeinflusst – für die Arbeit eignet sich also womöglich die sprichwörtliche Fahrstuhlmusik besser als der Lieblings-Song von früher, der einen zurück in die Vergangenheit beamt.

 

Die Wege zur klanglichen Untermalung sind heute bekanntermaßen vielfältig: Man kann auf die klassische HiFi-Anlage setzen oder auf einen PC mit Boxen, auf das Smartphone und eine Dockingstation mit Lautsprechern oder auf Wireless-Boxen. Auch hier gilt: Schlechte Qualität strapaziert auf Dauer meist die Nerven.

10. Sich bewegen

Der Mensch ist nicht zum Sitzen gemacht, auch wenn wir es fast alle fast den ganzen Tag lang machen. Umso wichtiger ist es, ab und zu mal aufzustehen und sich zu bewegen. Wer zu Hause arbeitet, ist in der glücklichen Lage, diese Sitzpausen effektiv nutzen zu können.

 

So kann man sich einfach mal kurz auf die Yoga-Matte oder die Faszienrolle legen und ein paar Übungen machen. Oder man hängt eine Klimmzustange auf und macht über den Tag verteilt immer mal wieder ein paar Wiederholungen. Auch mit Therabändern lassen sich viele Körperpartien aktivieren, was für Puls und Wachheit sorgt. Und wem der Chef auf den Geist gefallen ist, der kann sich auch mal am Sandsack abreagieren. Unter uns: Ich nutze dieses Ventil praktisch täglich …

 

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Er ist gebürtiger und überzeugter Kölner. Trotzdem hat er den Geißbock Ende 2015 freigelassen und ist nach Berlin gezogen. In seiner Freizeit dilettiert er auf verschieden Gebieten: Literatur, Fotografie und asiatische Kampfkünste. Irgendwann wird er das alles hinschmeißen und als Life-Coach über den Balkan reisen.

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