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Nagellacke & Farbgele

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Nagellacke – Kleines Fläschchen, große Wirkung


Hätte der Amerikaner Charles Revson nicht den innigen Wunsch nach extremen Reichtum gehegt, müssten wir heute wahrscheinlich auf den einzigartigen Look von Nagellacken verzichten. Mit Anfang 20 träumte Revson von einem eigenen Chauffeur, der ihn in einer Limousine durch die Straßen New Yorks fahren würde, während er auf der Rückbank Champagner schlürft. Da jeder mal klein anfängt, suchte er sich aus der lokalen Zeitung zwei Stellenangebote und ließ die Münze entscheiden, wo er sich am darauffolgenden Tag vorstellen sollte. Bereits vor allen Mitarbeitern stand er tags darauf vor der Firma Elka und bewarb sich um den ausgeschriebenen Job als Vertreter für Nagellacke. Nicht zuletzt wegen seines attraktiven Aussehens, durch das man viele Frauen zu überzeugen glaubte, bekam Revson die Stelle und hatte die erste Hürde zum Reichtum überwunden. Ausgestattet mit einem Köfferchen voll mit Nagellacken in allen erdenklichen Farbnuancen zog er von Manikürestudio zu Manikürostudio. Zu jener Zeit, den 1920er Jahren, hatte Nagellack allerdings noch nicht den gleichen Stellenwert, wie wir ihn heute kennen. Frauen, die sich die Nägel bunt bepinselten waren verpönt und es wurde eindringlich davon abgeraten die Nägel in Farbe zu tauchen. Revson selbst machte das wenig aus, ihm reichte es, ein regelmäßiges Einkommen zu haben. Nach einem Jahr war ihm sein zugewiesener Bezirk zu klein und er wollte sein Arbeitsgebiet ausweiten. Als die Firma Elka diesen Vorschlag ablehnte, ergriff Revon die Chance und machte sich selbstständig. Sein Bruder Joseph und der Chemiker Charles Lachmann standen dem damals 26-Jährigen tatkräftig zur Seite und so wurde die Firma "Revlon" gegründet. Wieder zog er mit einem Köfferchen voller Nagellacke durch New York. Nur dieses Mal in eigener Sache. Zwar hatte das Dreiergespann den Nagellack nicht erfunden, aber sie verstanden etwas davon, das Kosmetikprodukt unter die Leute zu bringen und dabei Gewinn zu machen. Mit Produktnamen wie „Kirsche im Schnee“ anstatt einem einfachen „Rot“ gewannen die Lacke von Revlon an Aufmerksamkeit und schon bald konnten die Preise auf ein Vielfaches angehoben werden, ohne einen Einbruch in den Verkaufszahlen zu verbuchen. Heutzutage besitzt nahezu jede Frau mindestens einen klassischen roten Nagellack. Die Farbe auf den Nägeln gibt der Hand einfach einen ganz neuen frischen Look, den man sogar aufs Outfit abstimmen kann. Jede Jahreszeit bringt ihre eigenen Trendfarben mit und mittlerweile war so ziemlich jede Farbrichtung schon mindestens einmal total in. Egal ob funkelnder Glitzerlack, grelle Neonfarben, sanfte Pastelltöne oder dezenter Klarlack – bei Nagellack gibt es fast keine Tabus. Der weitläufigste Trend in der Geschichte des Nagellacks fand definitiv im Jahr 1994 statt. Losgetreten wurde er von den Machern des Erfolgsfilms „Pulp Fiction“, die die Nägel der Hauptdarstellerin Uma Thurman mit der Farbe Rouge Noir von Chanel lackierten. Man hätte glauben können, dass jede Frau direkt aus dem Kino in das nächste Maniküregeschäft eilte, um exakt diesen Lack zu erwerben. Kurze Zeit später war der Nagellack restlos ausverkauft. Nicht nur Produkte von Chanel liefern Farbe für die Nägel. Auch andere namhafte Designer wie beispielsweise Calvin Klein und Lancôme bereichern die Manikürebranche mit einzigartigen Farbnuancen.