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Gottlob Haag: Erlkönig läßt grüßen

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Produktbeschreibung

GOTTLOB HAAG: Erlkönig läßt grüßen

Gedichte, 1994, Verlag Wilfried EPPE, Bergatreute

100 Seiten, Format 20 x 12 cm, Hardcover, textilbespannt

Inhalt (Auszug):

* Zeilen im Januar * Im Reutal * Kloster Frauental * Frühling * Unter dem Feigenbaum * Osterlegende * Abhanden gekommen * Beglückende Zeit * Pfingsten * Sommer-Silhouetten * Spät im August * Simprechtshausen * Gedicht im Dezember * Zur Weihnacht * Vincent van Gogh * Zu Besuch bei Tilman Riemenschneider

Noch ein schönes Buch von Gottlob Haag für Leute mit Freude an Klang und Inhalt von Sprache und geschriebenem Wort. Der Leser erfährt unweigerlich den Eindruck des puren, klaren Daseins auf dem Lande, wenn er mit dem Autor durch den Jahreslauf wandert. Dieser, so scheint es, ist vollkommen umgeben von der reinen Natur, durch nichts von ihr getrennt als durch die Kleidung am Körper. Diese Stimmung transportiert er direkt bis an seinen Schreibtisch, um sie daselbst zeilenweise in seine Schreibmaschine einzuhämmern (von Computern wollte er ja bekanntlich nicht viel wissen).

Hat er die Einsamkeit gesucht, waren Wind und Wolken, Wärme und Kälte, Stille oder entfernte Geräusche manchmal seine besten Begleiter, oder hat er darin Glück, Sinn und Kraft gesucht und gefunden? Oder wollte er uns die Erfahrung vermitteln, dass es auf der Welt außer Stress, Lärm, Gier und Hektik auch noch andere Werte gibt? Was für manchen Bauern in seinem Dorf vielleicht banal und "Dichterkram" war, liest sich für Bewohner städtischer Straßenschluchten möglicherweise wie Szenen aus einer anderen Welt - einer schönen allerdings!

Aber es geht immer auch um Zeitprobleme (Waldsterben war gerade in aller Munde), um Motive aus der Bibel und dem Kirchenjahr. Und das Verfolgen einer sich vollziehenden Zeitenwende mit den Gegensätzlichkeiten von Überlebenskampf und Dankbarkeit einerseits sowie Gewinnmaximierung und Rentabilitätsdenken andererseits.

Aus "Gedicht im Juli" (Seite 46): "... Die Sonne brennt und härtet den Bauern auf ihren Feldern das Korn zum Drusch. ... Keine der zu hörenden Reden spricht noch von Segen, sondern taxiert nur noch Ertrag und Gewinn. Die Dankbarkeit, ein altes Relikt, hängt zwischen rostenden Sicheln und Sensen von Spinnweben überzogen an der Scheunenwand. Ich denke darüber nach, ob es auch weiterhin noch sinnvoll ist, mich gelegentlich mit der Wahrheit in die Nesseln zu setzen. So vertraue ich lieber dem vorerst noch zu hörenden Wachtelschlag und setze auf den Schwalbenflug über den Dächern, die zuverlässiger sind, als die Einsicht und Wahrheitsliebe der Menschen. ..."

Eigenschaften

HerstellerEPPE-Verlag ISBN9783890892368
**Ehemaliger Verkäuferpreis*Unverbindliche Preisempfehlung