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Ougenweide
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Ungezwungen (CD)

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Produktbeschreibung

1-CD mit 24-seitigem Booklet, 12 Einzeltitel, Spieldauer 72:41 Minuten. 

? Weitere CDs von Ougenweide , mit allen Texten und einem Begleitwort des Minnesang-Spezialisten Dr. Lothar Jahn 
? Nach dem großen Erfolg der ersten vier LPs auf 2 CDs präsentiert Bear Family Records vier weitere Studioalben aus den 70er und 80er Jahren sowie den Live-Mitschnitt Ungezwungen erstmals auf CD. 
? Wenn einer deutschen Band das Verdienst gebührt, erstmals mittelalterliche Texte mit moderner Popmusik verbunden und einem breiten Publikum zugänglich gemacht zu haben, dann ist es Ougenweide aus Hamburg. 

'Ungezwungen' ist ein Live-Album, das hervorragend die kreative Frühphase der Band dokumentiert und zeigt, was Ougenweide vor allem anderen war: eine mitreißende Live-Band, die bei ihren Konzerten mit Begeisterung und Spielfreude ganze Hallen in einem 'Folks'-Fest vereinte. Der Mitschnitt enthält sehr gute Versionen von Wol mich der stunde, Der Rivale, Ouwe wie jaemmerliche und eine zwölfminütige Fassung von Neidhart von Reuenthals Ougenweide mit mitreißenden Schlagzeug- und Querflötensoli.

Einfach anders...
Als ich Ougenweide kennenlernte, irgendwann Mitte der Siebziger, mitten in pubertären Wirren und voller Sehnsucht nach Minne, Musik und Miteinander, da waren sie eine Ausnahmeerscheinung. Konzerte in dieser Art hatte ich davor nie erlebt und eigentlich auch danach nicht wieder! Es war nicht allein ihre Originalität: Mittelhochdeutsche Texte und diese seltsamen Melodien, die man allerhöchstens von ehrfurchtsgebietenden knisternden Alte-Musik-Aufnahmen aus dem Plattenschrank des Deutschlehrers kannte, in Verbindung mit zupackender Rockmusik zu hören, das war sicher überraschend und einzigartig, aber nicht unbedingt eine Garantie für ein mitreißendes Konzert! 

Es war auch nicht die Spieltechnik: Die war zwar manchmal wirklich beeindruckend - vor  allem, wenn die herrlichen alten Instrumente ins Spiel kamen. Aber damals, als der Rock in Richtung 'Art' strebte, gab es weit Virtuoseres zu erleben! Es war auch nicht der Gesang: Die liebliche Fee Minne und der freche Spielmann Olaf, das gab zwar bisweilen herrliche Kontraste, klang manchmal aber auch höchst ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig! Es war auch nicht allein die Stimmung im Publikum - obwohl man selten so viele nette und begeisterungsfähige Leute traf, die einfach 'anders' waren und einem im Kleinstadtmuff Hoffnung auf ein besseres Leben geben konnten! Nein, es war vor allem diese ansteckende Spielfreude, diese wunderbare Lust an dem, was sie machten, die Ougenweide wirklich einzigartig erscheinen ließ.

Und sie waren eine fleißige Combo -  schon erstaunlich, daß sie in schöner Regelmäßigkeit auch die netten, verschlafenen Städtchen in und um Nordhessisch-Sibirien aufsuchten, in die sich sonst nur wenige Hoch- oder Mittelkaräter verirrten. Ihr Fleiß zeigte sich auch in der Länge ihrer Konzerte: Drei bis vier Stunden Programm waren normal. Und obwohl sie gleich wuchtig begannen, schafften sie es, den Druck und die Energie zum Ende hin noch weiter zu steigern. Irgendwann ging es dann trommelnd und singend in Richtung Publikum, einmal um den Saal herum, alle hinterher, bis das Publikum nur noch eine fröhlich singende, tobende, tanzende und schwitzende Schar war. Ich irgendwo dazwischen, obwohl mir solche Gefühlsausbrüche und Massenerlebnisse bis heute eher suspekt sind. Gespielt wurde manchmal sogar noch, wenn die Roadies schon die Instrumente abbauten - dann musizierte man noch ohne Verstärkung auf der Bühne weiter.

Wenn es eine Truppe gab, die die Bezeichnung 'Live-Band' wirklich verdiente, dann waren es Ougenweide in ihren besten Jahren. Insofern ist es wunderbar, daß mit all den alten Schätzen, die jetzt endlich aus dem Archiv geholt und auf CD verewigt werden, auch das Live-Album 'Ungezwungen' von 1977 (im Original eine Doppel-LP) wieder zum Vorschein kommt.

Die Live-Situation bietet der instrumentalen Entfaltung mehr Raum als die streng durchproduzierten Studioalben. Hier zeigt sich erst die Qualität der Musiker, die sich trotzdem nicht immer mit ihrem Können in den Vordergrund spielen müssen. Auch die Experimentierfreude wird hier sichtbar: Mancher Klassiker klingt ganz anders als auf dem Studioalbum, was schon der siebenminütige Einstieg mit Bald anders  - diesmal von Minne gesungen - zeigt. Na und? Auch hier sind Ougenweide ganz Erben mittelalterlicher Sänger und Spielleyt, die ihr Repertoire je nach Anlass und Publikum sehr flexibel umgestalten konnten. 

 Die meiste Zeit widmet die Band ihrem Ursprungssong, Neidharts Ougenweide, der mit einer mitreißenden Flötenimprovisation im Stil Ian Andersons (Jethro Tull) und einem ausgedehnten Schlagzeugsolo fast auf doppelte Länge ausgedehnt wird. Das Minnelied Walthers von der Vogelweide Wol mich der stunde nach der schönen Melodie des Troubadourgesangs Quan vei la flor von Bernart de Ventadorn bekommt in der Live-Version ein Krummhorn- Intro, das sogleich mittelalterlich höfische Stimmung zaubert, bis es im Mittelteil richtig losswingt. Genial die in einem solchen Kontext völlig unerwartete jazzige Krummhorn-Improvisation...


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