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Gartendekoration

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Regenmesser für den Hobbymeteorologen!


Als Kind gab es nach dem Regen nichts Spannenderes, als die Skala am Regenmesser im Garten abzulesen und zu sehen wie viel Niederschlag gefallen ist. Auf der Skala beträgt ein Quadratzentimeter einen Liter pro Quadratmeter. Dieser Betrag wurde dann in ein Wettertagebuch eingetragen und mit den vorherigen Monaten verglichen.
Was für Kinder ähnlich wie Wetterfahnen & Windspiele ein schönes Spielzeug darstellt, ist für echte Wetterstationen unerlässlich.
Der Niederschlag wird hier gemessen, um zukünftige Wetterprognosen abgeben zu können und um eine Niederschlagsstatistik zu verfassen. Die Wetterstationen benutzen zwar digitale Regenmesser, aber im Grunde hat sich am System selbst seit 1442 nicht viel geändert. Da wurde nämlich der erste Pluviometer von König Sejong in Korea entwickelt.
Das bekannteste und am meisten verwendete Messgerät ist der Regenmesser nach Gustav Hellmann. Der preußische Meteorologe erfand diesen im Jahr 1886. Dieses Auffanggerät besteht aus Edelstahl oder Zinkblech. Der Niederschlag gelangt durch einen Trichter in eine Sammelkammer, wo der Niederschlag in einen Messzylinder gefüllt wird, an dem man die Regenmenge sehr genau ablesen kann.

Unterschieden wird zwischen analogen und digitalen Regenmessern. Im Gegensatz zu einem analogen Niederschlagsmesser, der nur aus einem trichterförmigen Gefäß besteht, sind die digitalen Regenmesser um einiges komplizierter aufgebaut.
Die digitalen Messgeräte bestehen aus einer speziellen Kippwaage. Der Regen gelangt auf die Kippwaage und nach einer bestimmten Regenmenge kippt die Waage nach unten und wird von einer weiteren Schale aufgefangen. Anhand der Ausleerungen der Kippwaage kann der digitale Regenmesser die Niederschlagsmenge berechnen. Da die Wassermenge sehr leicht von Milliliter in Gramm umgerechnet werden kann, ist das Ergebnis sehr genau.
Der Niederschlag wird auch im Winter gemessen. Deswegen sind moderne, digitale Regenmesser beheizt, sodass Schnee und Hagel schmelzen. Das Wasser im Auffangbecken wird dann durch elektrische Heizfolien vor Frost geschützt.

Damit die Meteorologen bei kaltem Wetter die Wetterstation nicht verlassen müssen, werden Funkwetterstationen installiert, die den aktuellen Regenstand per Funk ins Haus senden, wo er dann bequem abgelesen werden kann.
Bevor man den Regenmesser aufstellt, sollte man einen geeigneten Platz dafür finden. Der Niederschlag muss auch bei starkem Wind und schrägfallenden Regen ohne Probleme von dem Messgerät aufgefangen werden können. Ein geeigneter Ort ist zum Beispiel eine freie Grasfläche im Garten. Passen Sie auf, dass Gartendekorationen wie Windmühlen nicht im Weg sind. Die Genauigkeit des Regenmessers kann mit einem breiten Trichteraufsatz noch weiter verbessert werden. Hier muss aber dann die Verdunstung des Wassers mit einberechnet werden.

Das alles hört sich sehr wissenschaftlich an. Sie können den Regenmesser aber auch ganz einfach als Gartendekoration verwenden, die meist mit schönen Verzierungen geschmückt ist. Jetzt fehlt nur noch eine Sonnenuhr und schon haben Sie eine ganz natürliche Wetterstation in Ihrem Garten!