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Weben 

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Weben – eines der ältesten Handwerke der Menschheit


Wenn es um unser Äußeres geht, sind wir meistens sehr wählerisch. Wir lassen nicht jede Kleidung an unsere Haut und sind stets darauf bedacht, den Trends zu folgen. So wechseln die Kollektionen in den Schaufenstern unserer Bekleidungsgeschäfte je nach Saison und schreiben uns vor, was wir zu tragen haben, um der gängigen Mode zu entsprechen. Da sich die Mode jedoch so schnell ändert, gibt es kaum Kleidungsstücke, die wirklich lange in unserem Kleiderschrank hängen. Ändert sich der Trend, dann ziehen wir los und stocken unsere Garderobe auf. Kleidungsstücke der letzten Saison werden schnell aussortiert, um den neuen Trendteilen Platz zu machen. Für uns ist der einfache und unkomplizierte Zugang zu Kleidung selbstverständlich. Unsere Vorfahren haben das sicherlich anders gesehen. Für sie war Kleidung dazu da, um ihren alltäglichen Zweck zu erfüllen. Im Sommer musste sie vor starker Sonneneinstrahlung schützen und den Körper im Herbst und Winter warm halten. Wert auf Trends oder wechselnde Modevorstellungen konnten damals nur die wenigsten legen. Dies lag besonders an der anstrengenden Herstellungsart. Der Grundstoff eines jeden Kleidungsstückes musste erst in mühsamer Kleinstarbeit gewebt werden. Das Weben oder auch die Weberei ist neben dem Töpfern eine der ältesten Handwerke der Menschheit. Schon zu Zeiten der frühen und mittleren Steinzeit wurde das Wissen über das Weben und den dazu nötigen Webstuhl durch archäologische Funde bestätigt. Schon damals und besonders in der Antike war das Weben die Basis für einen ganz neuen wirtschaftlichen Zweig. Reiche, mächtige Völker wie die Assyrer, die Babylonier oder die Phönizier verdankten ihren Reichtum und die Stellung als Weltmacht vor allem dem Handel mit gewebten Textilien. Auch die alten Griechen kannten das Weben. Hier machte es neben der Spinnerei eine der Grundtätigkeiten der griechischen Hausfrau aus. Schon der berühmte, sagenumwobene Dichter Homer beschreibt das Weben als solche Frauenaufgabe. Im dekadenten Rom wandte man sich bald von Stoffen aus Baumwolle ab und trug – insofern es der Geldbeutel erlaubte – nur noch Leinen aus Spanien oder kostbarste Seide aus China. Über das öströmische Reich und die Großstadt Byzanz gelangte das Weben und edle Gewebe endgültig nach Europa.
Bei uns entwickelte sich – ähnlich wie bei unseren antiken Vorfahren – daraus schnell ein ganz neuer Wirtschaftsbereich. So schlossen sich schon im Mittelalter und in der anbrechenden Neuzeit die Weber in den deutschen Städten zu Zünften zusammen und machten die Weberei endgültig zu einem, fest in der Städteordnung verankertem Handwerk. Der Einfluss der Industrialisierung machte natürlich auch vor dem Weben nicht Halt und eröffnete mit maschinell betriebenen Webmaschinen den Textilproduzenten ganz neue Möglichkeiten. Neben der Textilherstellung findet das traditionelle Weben auch in medizinischen Bereichen seine Anwendung. Am Umgang mit dem filigranen Webrahmen lernen Schlaganfallpatienten kleinste motorische Fähigkeiten neu. Bei Rakuten.de finden Sie nicht nur praktisches Zubehör zum Weben, sondern können auch viele interessante und neue Hobbies wie die beeindruckende Landschaftsfotographie, das trendige Scrapbooking oder das beruhigende Textildesign kennenlernen!