Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge kaufen | Rakuten.de

Weihnachtskunst Erzgebirge

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Eine Tradition - Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge


Heiligabend: Die Familie ist bei Kerzenschein, gutem Essen und besinnlicher Stimmung zusammen und blickt voll Staunen auf den hell erleuchteten Weihnachtsbaum. Nicht nur dieser macht das Weihnachtsfest besinnlich! In der Weihnachtszeit sind auch Nussknacker Figuren aus Holz sehr beliebt, die die Nüsse mit Holz knacken. Diese Figuren werden in der Weihnachtszeit auch als Dekoration aufgestellt. Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts werden Nussknacker vor allem im Erzgebirge aufgestellt. Das oft grimmige Aussehen dieser Nussknacker Gesichter ähnelt der damaligen Obrigkeit. Die Weihnachtsgrippe, Sterne am Fenster und die urigen Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge gehören natürlich zur Weihnachtsdekoration auch dazu! Lichtergestelle, die als vorweihnachtliche Raumdekoration und zum Schmuck von Plätzen im Freien oder zur Dekoration für das eigene Zuhause verwendet werden, nennt man Weihnachtspyramiden. Die Herstellung und der Gebrauch ist ein großer Bestandteil der Volkskunst und des Brauchtums im Erzgebirge. Nach dem Schwarzwald und dem bayerischen Wald, ist das Erzgebirge das dritthöchste Mittelgebirge in Deutschland. Das Erzgebirge ist ein sogenanntes Pultschollengebirge, das sich südlich von Zwickau, Chemnitz und Dresden allmählich erhebt und am Kamm steil abfällt. Deshalb sind die Berge fast nie einzelstehend, sondern ein durch Tiefenerosion losgelöster Rest einer Hochfläche. Dies gibt dem Erzgebirge eher den Charakter einer Hügellandschaft mit tief eingeschnittenen Tälern und sanften Bergketten. Christliche Kunst wie beispielsweise Engel Figuren, der heilige Nikolaus oder Christi Geburt im Stall finden sich auf Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge, aber auch weltliche Motive mit Bergleuten und Wäldern. Traditionell werden Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge mit Hilfe der aufsteigenden Wärme von den Kerzen angetrieben, die ein Flügelrad und den damit über einen Stab verbundenen Teller in Bewegung setzt. Die Entstehung der weihnachtlichen Pyramiden geht bis ins Mittelalter zurück. Es war in dieser Zeit in Süd- und Westeuropa üblich, in der Wohnung immergrüne Zweige aufzuhängen, um Unheil in der dunklen Zeit abzuwenden. In Ost- und Nordeuropa versuchte man dies mit der Kraft des Lichtes. Da Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge beide Bräuche vereinten, wurden sie vor allem im Erzgebirge zum Symbol des Weihnachtsfestes. In Deutschland waren die erst im 18. Jahrhundert bekannten Lichtgestelle der Ursprung der Pyramiden. Diese bestanden aus vier mit grünen Zweigen umwundenen Stäben, die am oberen Ende zusammen gebunden und mit Lichtern versehen waren. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bildete die Berliner Weihnachtspyramide „Perjamide“ das Highlight der Weihnachtsbescherung in Berlin. Bis in die 1930er Jahre blieben Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge ausschließlich häuslicher Weihnachtsschmuck, der einen besonderen Platz in den Wohnstuben hatte. Überlieferungen zufolge, hatte der im Ruhestand lebende Frohnauer Steiger Traugott Pollmer 1926 die Idee, eine „Pyramide für Alle“ im Freien aufzustellen. Nach Pollmers Tod 1931, begann die Arbeit an der ersten hölzernen Freilandpyramide unter der Regie des Schnitzvereins von Frohnau bei Annaberg-Buchholz in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Handwerkern, dem Gemeinderat und dem Kunstschnitzer Paul Schneider. Die erzgebirgische Weihnachtspyramide gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen. Ob besinnlich mit Kerzen, oder moderner mit elektrischer Beleuchtung- Weihnachtspyramiden verbreiten in jedem Wohn- oder Esszimmer eine weihnachtliche Stimmung!