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Arbeitskleidung

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Zunftkleidung – Teil eines beeindruckenden Brauches!


Der Begriff Zunft besteht seit dem 18. Jahrhundert und entwickelte sich aus der Studenten- und Soldatensprache als Bezeichnung für Uniform, alte Kleidung und Arbeitskleidung. In die Umgangssprache eingegangen, bezeichnete der Ausdruck Zunft bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert den Zusammenschluss von Handwerksmeistern. Nachweislich existierte im Mittelalter noch keine „zünftige Tracht“. Die Handwerker gingen ihren unterschiedlichen Tätigkeiten alle einheitlich gekleidet nach. Erst im 16. Jahrhundert bildeten sich, den praktischen Belangen der verschiedenen Handwerksberufe angepasste, spezielle Kleidungen heraus. Anfänge des Zunftwesens entwickelten sich vor allem in der Zeit, in der sich zahlreiche neue Städte gründeten. Städtische Zünfte dienten vor allem der steuerlichen Erfassung ihrer Mitglieder. Das Leben des einzelnen Gruppenmitgliedes wurde von der Zunft entscheidend bestimmt. Nur in dieser Einbindung durfte der Zunfthandwerker seiner Arbeit nachgehen. Der Zunftzwang und die damit verbundene wirtschaftliche Macht der Zünfte wurde nach Ende der französischen Revolution nach und nach aufgehoben. Durch die Einführung der Gewerbefreiheit waren Zünfte in den verschiedenen deutschen Gebieten bis 1871 überall abgeschafft worden. Moderne Nachfolger der Zünfte sind die Handwerkerinnungen. Mancherorts bestehen Zünfte noch als Handwerkervereinigungen oder als folkloristische oder gesellschaftliche Vereine.
Als Zunftkleidung, auch Kluft genannt, wird die Tracht eines Handwerksgesellen, insbesondere der wandernden Gesellen während der Wanderjahre bezeichnet. Die Zunftbekleidung besteht vornehmlich aus einem Hut, der Staude (einem kragenlosen weißen Hemd), der Zunfthose, einer Weste, einem Jackett und Schuhen oder Stiefeln. An der Weste befinden sich in der Regel acht weiße Perlmuttknöpfe, stellvertretend für den 8-Stunden-Arbeitstag und jeweils drei Knöpfe an den Ärmeln stellvertretend für drei Lehrjahre und drei Wanderjahre. Am Jackett befinden sich sechs Perlmuttknöpfe, die die 6-Tage-Woche symbolisieren sollen. Die Farbe der Zunftkleidung richtet sich nach dem Beruf, der ausgeübt wird. Sie ist bei Holzberufen schwarz, bei Steinberufen hell (weiß oder braun) und bei Metallberufen blau.
Die Zunftkleidung spielt besonders beim Gesellenwandern eine besondere Rolle. Das Wandern von Handwerksgesellen wird seit dem 14. Jahrhundert vollzogen und hat eine lange Tradition. Bis ins 19. Jahrhundert galt das Wandern nach der Einführung der Meisterprüfung als Teil der Ausbildung und war Voraussetzung für deren Ablegung. Leider sieht man in unserer von Technik bestimmten, schnelllebigen Welt immer seltener Wandergesellen in ihrer schönen Kluft umherziehen. Dennoch gibt es immer noch einige (wenige) Handwerksberufe, die dem alten Brauchtum nachgehen. Vor allem das Zimmerhandwerk pflegt diesen tollen Brauch.

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